Projekt zur Einmischung bei der Schulgesetzgebung in Nordrhein-Westfalen
| Ziel des Projekts ist eine Einwirkung auf das Gesetzgebungsverfahren zur Novellierung des Schulgesetzes in NRW.
Am 30.12.05 wurden mit diesem Brief die Mitglieder des Schulausschusses aller Fraktionen auf unsere Anliegen hingewiesen. Hier eine Antwort der Staatskanzlei von Ministerpräsident Dr. Rüttgers. Hier der Offene Brief vom 03.03.06 an alle Parlamentarier von NRW. Als Reaktion gab es von jeder Fraktion einen einfachen, weitgehend desinteressierten Antwortbrief. Am 30.07.2006 erging ein eindringlich bittender Brief Mit Ignoranz also wollen unsere Staatsvertreter den subsidiären Bemühungen von Vereinen begegnen? Wie auch in fast allen anderen Bereichen der Politik wird der Wille des Volkes tot geschwiegen und wegen Ängsten, aber auch aufgrund jahrzehntelanger Orientierungslosigkeit in einer vaterlosen Gesellschaft lieber der Bevormundung Vater Staats überlassen. Positiv ist immerhin, dass nun prägnant auf einer Seite zum Ausdruck kommt, was leicht zu widerlegen ist, damit auch außerschulische Bildungswege eine Chance in unserem Land bekommen können. Mit den Worten "Heimunterricht" und "Schulverweigerer" wird von ganz anderen Problematiken auf das Anliegen des Vereins SFeV projeziert. Diese Begriffe wurden niemals gebraucht oder auch gemeint. Herr Kumpfert weiß sehr gut, dass sich Homeschooling im Allgemeinen nur auf die ersten Schulklassen, nämlich auf Elementarbildung bezieht. Jeder weiß auch, dass Homeschooling selbst trotz vormittäglichem Schulbesuch massiv in Form von Hausaufgabenbetreuung, selbstständigem Lernen und Nachhilfeunterricht stattfinden muss, damit Kinder ihr Bildungsziel erreichen können. Die PISA-Rankings zeigen doch, dass man entweder auswandern oder eine breiter gefächerte Bildungslandschaft in Deutschland anstreben muss, wenn man seinen Kindern nicht Abschlüsse wie in den USA oder Ungarn zumuten will. Die Strategie der Staatsvertreter wird klar:
In der Kürze gibt es dazu Folgendes zu sagen:
|
Sehr oft spielen für Homeschooling Gründe wie Hochbegabung, Wahrnehmungsstörungen, Teilleistungsstörungen, Multilingualität, Schulängste, Gewissenskonflikte oder andere Abweichungen eines Kindes vom Normbereich die entscheidende Rolle. Der Normbereich ist in Deutschland zu eng definiert und deckt in Wahrheit vielleicht ein Drittel aller Schüler ab.
Die meisten dieser herausfallenden Schüler werden weiterhin auf Schulen angewiesen sein und ihre Chancen bleiben mit lebenslänglichen Auswirkungen ökonomisch und im engen Normbereich begrenzt.
Das Fehlen individueller Förderung ist eines der größten Mankos der deutschen Bildungslandschaft und wird den Technologie- und Kulturstandort Deutschland nachhaltig gefährden.
Ein Projekt des Vereins Schulbildung in Familieninitiative e.V.