PISA-test für Schulbehörden

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Das hessische Quiz für Einwanderer und die Forderung nach Elternführerscheinen werden erst durch die staatliche Organisation und Durchführung so richtig beherrschbar, wenn es auch eine Pflicht dazu gibt. Wohl um den staatlichen Anspruch nicht ganz der Willkür zu überlassen, mehrt sich nun im Volk auch der Ruf nach Überprüfungen der statatlichen Stellen selbst.

Neben den PISA Tests für Lehrer, wie von der OECD vorgeschlagen - kein Witz -, soll es nun auch einen Test für Schulbehörden geben.

Hier ein Auszug zum Üben, zur Selbstkontrolle und zur Vorbereitung, damit keine bösen Überraschungen auftreten werden.

PISA-Test für Schulbehörden

1) Kreuzen Sie bitte mindestens eine zutreffende Aussage an!

  • Die tatsächlichen Bildungsbedürfnisse passen nicht immer in das dafür vorgesehene Schulsystem.
  • Die Anforderungen an eine gute Bildung übersteigen gelegentlich die Möglichkeiten eines Schulsystems.
  • Zu einer individuellen angemessenen Bildung ist ein Schulsystem manchmal einfach nicht geeignet.

2) Was könnte mit dem Begriff Schulzwang gemeint sein?

  • Dem verfassungsmäßig garantierten Recht auf körperliche Unversehrtheit und der Pflicht zu Gewaltfreiheit muss notfalls mit Gewalt nachgeholfen werden.
  • Die Polizei darf gegebenenfalls auch ein i-Männchen gegen seinen und seiner Eltern Willen, notfalls unter Anwendung körperlicher Gewalt aus dem Elternhaus in eine Schule befördern.
  • Damit soll dem Wohl der Heranwachsenden gedient werden, die noch keine eigenen Rechte wirksam zu vertreten wissen.
  • Schulzwang sollte ursprünglich dazu beitragen, verloren gegangene Lernfreude und Lust auf Schule wieder neu aufflammen zu lassen.
  • Staatliches Vorgehensmodell zur Austrocknung von kinderreichen Familien, bis sie in Ihrer Finanznot erkennen, dass ihre Kinder in einer staatlich anerkannten Schule doch genau so wie in einer richtigen Großfamilie oder in einem Dorf lernen können.

3) Zählen Sie 10 Kategorien extrainstitutioneller Bildungsformen auf, die Sie kennen - möglicherweise auch nur aus dem Ausland!

  • Was ist das?
  • Flexschule für Analphabeten und Aussteiger, Stammschule für Zirkuskinder, Krankenhausschule, Gefängnisschule? Mmh, die sind aber weder Kategorie noch sind sie institutionsfrei!?
  • Gibt es bei uns gar nicht, weil sie mit deutschen Kindern nur im Ausland funktionieren.
  • Sudbury, Waldorf, Summerhill, Montessori, Freie alternative Schule, Freinet, Wild, Peterson, Fernschule, Jenaplan? Sind 10, können aber auch nicht ganz unabhängig betrieben werden.
  • Informelles Lernen, Home Education, Co-Op, Telekolleg, Fernlernen, Autodidaktik, Unschooling, Lernen in Familien, Deschooling, Freies Lernen

4) Wie ließe sich bildungstechnisch Mobbing, Gewalt und Pornografie unter Schülern eindämmen?

  • Die vorhandenen Schulen zu geschlossenen Anstalten ausbauen und Körper-Check-Ins wie an Flughäfen einführen.
  • Statt Kopfnoten für Schüler besser gleich Kopfnoten für die Elternhäuser anordnen.
  • Weitere Konzentration der Bildung in noch größere, professionelle Schulen, damit inkompetente Eltern keine Chance bekommen, ihren minderjährigen Kindern diese verwerflichen Umtriebe anzugewöhnen.
  • Staatliche Vollbetreuung von Geburt an, um den Mitgliedern einer Familie nicht erst später nachweisen zu müssen, dass sie versagt haben.
  • Das gegenteilige und gute Vorbild Erwachsener, Zivilcourage, Sozialisation in altersheterogenen Gesellschaftsnetzen wie z.B. in Dörfern ferner Länder.

5) Was könnte mit dem internationalen Begriff "Home Education" gemeint sein?

  • Fachbegriff einer Methode für schwer erziehbare Kinder in einem Heim.
  • Hom(m)e, franz. Mensch, e-ducere, lat. herausführen, hat also damit zu tun, jeden Menschen als eigenständig und selbstbestimmt anzusehen und ihm deshalb aus jeglichen konformierenden Milieus herauszuhelfen.
  • Bildung in einer freien, vernetzen Welt ohne Auflagen, vereinheitlichter Organisation, räumlicher und zeitlicher Beschränkung und Eingrenzung.

6) Was könnten in der Zukunft sinnvolle Aufgaben einer Schulbehörde sein?

  • Organisation von Razzien auf Schulhöfen und in Elternhäusern.
  • Strafverfolgung von Eltern, die ihre Kinder nicht in eine Schule zwingen wollen und einen anderen, international anerkannten Bildungsweg favorisieren.
  • Schultage mit Elternteilnahme organisieren, um diesen naiven Leuten transparent zu machen, warum man zur täglichen Zähmung wildgewordener Horden Gleichaltriger auf engstem Raum examiniert sein muss.
  • Beratung von Schulen, aber auch von Eltern und Jugendlichen, z.B. zu bildungsbiografischen Fragen und Konzepten.

7) Was hat die Berücksichtigung "individueller Lernvoraussetzungen" mit einer Schule zu tun?

  • Individuelle Lernvoraussetzungen werden erst nach der Einschulung an einer Schule ein- und ausgeprägt, damit dann eine ordentliche und homogene Beschulung stattfinden kann.
  • Es geht dabei um die wirtschaftlich notwendige Umerziehung von Kindern in den ersten Schuljahren, um nach der Lehrmethode eines bestimmten Schulkonzeptes oder Lehrers lernen zu können und nicht nach persönlichen Lernansätzen oder Neigungen.
  • Keine Ahnung - Nichts!

8) Was ist Reformpädagogik?

  • Ein Fremdwort, wahrscheinlich wieder so eine Modeerscheinung, die aus anderen Ländern zu uns hereinschwappt.
  • Ein Luxus, den sich Deutschland jetzt nicht mehr leisten kann und der wegen der notwendigen Chancengleichheit verboten oder integriert werden muss.
  • Ein Bereich der Erziehung und Bildung, der in Deutschland seit 1938 keine Bedeutung mehr hatte, aber sich nun langsam zu seinen ursprünglichen Stärken erholt.

9) Was ist der Unterschied zwischen Schule und Bildung?

  • Das ist doch dasselbe!
  • Bildung findet notwendigerweise in einer Schule statt, allerdings auch nur, wenn diese staatlich anerkannt und organisiert ist.
  • Eine Schulbehörde ist nur für die Anerkennung und den Betrieb von staatlich anerkannten Schulen zuständig.

10) Welche Bildungspolitik wird dem Staat weiter nützlich sein?

  • Einführung einer Betreuungspflicht und -steuer (damit die muffige Institution "Familie" bzw. der Normalverbraucher Herr Otto Kunde-König nicht etwa zur Selbsthilfe und Eigenverantwortlichkeit greift).
  • Zentrale staatliche Ziele wie z.B. das Kreuz in der richtigen Mitte müssen von klein auf staatlich geschult werden.
  • Der Bürger soll vor lauter Regulierungen und Bürokratie nicht merken, wo das Ende und der Ausgang ist.
  • Das Schulsystem deregulieren, ein freies Bildungssystem aufbauen, den Menschen vertrauen. Und: Freiheit zu jeder Art Bildung bewirkt Chancengleichheit unabhängig vom familiären Einkommen.

11) Welche Kuriositäten im Bildungsbereich gibt es einzig und allein in Deutschland?

  • Die Interpretation, dass Bildungsfreiheit Pflichtschulbesuch bedeutet.
  • Den abwertend verwendeten Begriff "Streber".
  • Das UN-Menschenrecht der Eltern, die Art der Bildung zu bestimmen, auf die Wahl der weiterführenden Schule zu beziehen.

Die Auflösung zur Selbstkontrolle ist nur erhältlich beim Koordinator

© Jan Edel