Kurzinfo: Schulfreie Bildung

Ausgabe: #40

Liebe Leser, hoch verehrte Eltern und Interessierte,

hier kommen wieder relevante Berichte, Infos und neue Links der letzten Woche. Die Quellen fallen diesmal vielleicht - in mehrfachem Wortsinn - etwas "rechtslastig" aus.

Herzlichen Gruß
Jan Edel

19.09.2008

 
 

Allgemeine, nicht absolute Schulpflicht

Endlich bestätigt ein Universitätsprofessor des Verwaltungsrechts exakt das, was wir in punkto Schulpflicht schon immer herauszustellen versuchten. In einem Beitrag in der Neuen Zeitung für Verwaltungsrecht (NVwZ 2008, Heft 7, Seite 720ff) war Prof. Dr. Reimer aus Gießen gefordert, zum Thema "Homeschooling als Option?" und zu den vier Kapitelüberschriften I. Rechtswirklichkeit, II. Rechtslage nach dem Grundgesetz, III. Bedeutung der EMRK und IV. Gestaltungsbedarf aus seiner Sicht Auskunft zu geben. Reimer gab seinem Bericht den Titel "Allgemeine, nicht absolute Schulpflicht", aus dem der Tenor ersichtlich wird. In dem sehr sachlichen, aber überaus lesenswerten Beitrag, finden sich beispielsweise folgende, von uns kommentierte Zitate:

"Immerhin lassen sich nur schwer empirische Anhaltspunkte dafür finden, dass es Kindern nach familiärer Beschulung an Integrationsfähigkeit, Toleranz und Mündigkeit fehlte." (Diese Anhaltspunkte fehlen sogar für völlig unbeschulte Menschen.)

"Angesichts der Verschiedenartigkeit der Motive für und der Modalitäten von homeschooling (das ja in der Regel keine Isolation der Kinder bewirkt) verbietet sich ein pauschales Urteil und insbesondere der Kurzschluss vom homeschooling auf eine Gefährdung des Kindeswohls." (Im Gegenteil, für viele Kinder in unserem Erfahrungsbereich, z.B. Down-Kinder, Hochbegabte oder Körperbehinderte, wirkt sich Schulbesuch oder gar Heimerziehung äußerst negativ aus und schmälert das Kindeswohl sogar.)

".. - liegt in der Schulpflicht doch ein höchst intensiver über Jahre dauernder Grundrechtseingriff" (Der Grundrechtseingriff liegt genaugenommen erst in dem schulgesetzlichen Anspruch für einen bedingungslosen Schulbesuch als Aufenthaltsbestimmung und für das sich Aussetzen der öffentlichen Erziehung. Allg. Schulpflicht selbst kann noch vieles bedeuten, wie wir im Ausland sehen.)

"Schulpflicht ist damit, bundesverfassungsrechtlich gesehen, eine Option, keine Pflicht der Länder, erst recht keine Grundpflicht der Schüler (und Eltern) kraft Grundgesetzes." (Und selbst die kraft Länderverfassung bestehende Schulpflicht bedeutet immer noch keine Pflicht zur Inanspruchnahme von Schulen oder eine Rechtfertigung für staatlichen Zugriff auf Schüler (und Eltern).)

"Diese Frage ist nicht trivial, weil die 'allgemeine Schulpflicht' des Art. 145 WRV nie absolut war und Heimunterricht keineswegs ausschloss." (Art. 145 der Weimarer Reichsverfassung war im Parlamentarischen Rat die Grundlage für Art. 7 GG)

"Selbst das Reichsschulpflichtgesetz von 1938 erlaubte - trotz verstärkten staatlichen Zugriffs auf die Schüler - noch in engen Grenzen eine häusliche Beschulung (§5)." (Diese wurde in der Praxis allerdings nur den Kindern ranghoher Parteimitglieder gewährt.)

"Da das Ausmaß der Schulpflicht nicht Gegenstand der Diskussionen des Parlamentarischen Rates gewesen und des Art. 7 GG  geworden ist, gibt die schulimmanente Regelung des Absatzes 2 nichts für die hier interessierende Frage her. In ähnlicher Weise entfaltet auch die Privatschulfreiheit in Absatz 4 keine Sperrwirkung: denn ..." (Das Schulsystem intern sagt nichts über die Bildungsfreiheiten extern aus)

"Es würde auch überraschen, wenn Grundrechtsträger, denen konkret weder der Besuch einer bestehenden noch die Gründung einer neuen Privatschule möglich ist, auf ein für sie nicht ausübbares Grundrecht verwiesen werden könnten."

"Bedenken begegnen in ihrem Rahmen Argumentationstopoi wie 'Integration' und 'Vermeidung von Parallelgesellschaften', denn Freiheitsrechte schützen auch und gerade vor staatlicher Zwangsintegration; sie gewährleisten geradezu ein Recht auf Bildung von 'Parallelgesellschaften'." (gewollter Pluralismus und ein Breitenspektrum der Ideen und Einflüsse eben)

"Dabei verbietet sich der häufig praktizierte Schluss vom homeschooling auf eine Gefährdung des Kindeswohls. Unzureichend gerät meist auch die Berufung auf den staatlichen Erziehungsauftrag, denn Schule kann (zumal angesichts ihrer Leistungsgrenzen) nicht als alleinseligmachender Weg zur Vermittlung sozialer Kompetenz betrachtet werden." (Die sozialen Milieus gewisser Hauptschulen zeigen auch die Leistungsgrenzen bei der Wissensvermittlung auf.)

"Aus diesen Koordinaten ergibt sich ein Verständnis der Schulpflicht, das europäischer Normallage und internationalen Erwartungen eher entspricht als die bisherige Praxis in Deutschland." (gemeint ist die Praxis gegenüber der Option des Homeschooling)

"Der häufig gewählte Weg der Zwangsintegration durch absolut verstandene Schulpflicht (an häufig lustlos geführten Schulen) ist verfassungswidrig und hat sich als wenig erfolgreich erwiesen. Die Anerkennung des Rechts auf familiäre Beschulung - als einer exit-Option - ist verfassungsrechtlich geboten."

Ein vorangehender Aufsatz eines Mitarbeiters der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br. mit gleicher Aufgabenstellung wirkt blass, subjektiv und lebt hauptsächlich von Vermutungen. In den Fußnoten findet sich keine einzige Quellenangabe zu Fachliteratur über "Homeschooling", was ja das vorgegebene Thema war. Die selbst gewählte Überschrift zu dem Aufsatz klingt für im Thema erfahrene Ohren zynisch: "Das Recht auf Schulbesuch". Alles in allem verliert sich der Autor Philipp Thurn in unbestätigten Vorurteilen aus anfänglichen, deutschen Medienberichten über christliche Fundamentalisten und in traditionsgebundenen Ring- und Fehlschlüssen, z.B. dass nur regelmäßiger Schulbesuch Bildung ausmacht.

Quelle: Neue Zeitung für Verwaltungsrecht (NVwZ 2008, Heft 7, Seite 720ff), ein Link kann evtl. in Kürze zur Verfügung gestellt werden.

 
 

Interessante Links zu Bildungsfreiheit

Die Freie Bildung
Rede anläßlich des ersten Bundestreffens der Libertären Plattform in Sachen Bildungsfreiheit ...
Ich fasse in Sachen Schulpflicht zusammen: Selbst wenn man anerkennt, daß der Mensch es sich schuldet, sich am Leben zu erhalten oder sich gar zu bilden, so kann es eine Schulpflicht nicht geben – und eine staatliche schon gar nicht.
Die Gründe noch einmal auf den Punkt gebracht:
• Lernen als Erkenntnis gewinnen ist keine Handlung
• Schule ist eine Methode, kein Wert
• Beschulung ist keine gute Methode
• Unterricht ist nur ein Teil von Bildung
• Staatliche Schulen sind unfrei

Eine staatliche Schulpflicht könnte es also nur geben, wenn
• der Mensch es dem Staat schuldet, so gebildet zu werden, wie es die Protagonisten des Staates wünschen
• Bildung bestmöglich durch Unterricht erworben werden könnte
• Beschulung die einzige Möglichkeit zur Bildung wäre
• Schule an sich ein Wert wäre
• Lernen nicht Erkennen, sondern eine Handlung wäre

All dies ist nicht der Fall. Und deshalb gibt es keine Schulpflicht. ...
Lesen Sie hier die ganze Rede: http://www.freiheitsfreunde.de/ 


Rosemarie und Jürgen Dudek unterrichten ihre Kinder zu Hause – deshalb droht ihnen nun das Gefängnis ...
Lukas hat Geschichte und erledigt gerade die heutige Stillarbeit. Das Wichtigste der gerade gelesenen Kapitel schreibt er in sein Heft nieder. Er arbeitet konzentriert und hat eine für einen 14jährigen erstaunlich ordentliche Handschrift. Als er fertig ist, setzt sich der Lehrer zu ihm und gibt ihm eine kleine Einführung in das Thema der nächsten Wochen, die Epoche der Aufklärung. ...
Was in anderen Klassenzimmern selten geworden ist und ein wenig an die Zwergschulen vergangener Tage erinnert, funktioniert im hessischen Archfeld im Ringgau. In einer ruhigen Atmosphäre lernen Daniel und Lukas selbständiges Arbeiten mit einem Lehrer, der Zeit hat, auf den einzelnen Schüler einzugehen. ...
Diese Probleme sind vielseitig: Hochbegabung oder Lernschwächen in einem bestimmten Fach, besondere Sensibilität gegenüber Mobbing, Erkrankungen des Kindes können im normalen Schulbetrieb nicht berücksichtigt werden. Die individuelle Förderung bleibt oft ebenso auf der Strecke wie die Vermittlung oder wenigstens Einhaltung grundlegender Verhaltensnormen und Werte.  Die wenigsten Eltern fühlen sich durch die Schulpflicht in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt. Insofern ist Familie Dudek ein Sonderfall, denn ihr Gewissen und ihr Glaube bestimmen ihre Entscheidung. Sie sind überzeugt, nichts Unrechtmäßiges zu tun. Juristisch betrachtet macht das die Sache für sie nicht einfacher. ...
Für den ältesten Sohn, Jonathan, ist die Sache schon durchgestanden. Er hat bereits eine Lehrstelle angetreten. Vorher aber hat er Anfang des Jahres für einige Monate die örtliche Realschule besucht, um dort seinen Abschluß zu machen. Eine Externenprüfung hatte das Schulamt nicht zugelassen. Jonathan wurde Klassenbester. Eine Durchschnittsnote von 1,1 krönt nun die Anstrengungen seiner Eltern. Und bestärkt sie.
Quelle: Junge Freiheit am 12.09.2008 (Mit Angabe von Literatur und Internetseiten zum Thema)
Anm.: Ein wohlwollender Artikel, der dem Homeschooling am angegebenen Ort nicht unbedingt dienlich ist.
Lebenslügen progressiver Schulpolitik
Von Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes
Egalitäre Schulpolitik und kuschelige Schulpädagogik sind ein Friedhof, auf dem beständig Auferstehung gefeiert wird. Jedenfalls scheint es so, als ob manche der progressiven und ewig-morgigen Schlaumeier wieder einmal drauf und dran sind, in die stets gleichen schulpolitischen und schulpädagogischen Fall-Gruben zu fallen. ...
Weit offen steht die Egalitäts-Falle, die Ideologie nämlich, dass alle Menschen, Strukturen, Werte und Inhalte gleich bzw. gleich gültig seien. Verlockung geht aus von der Machbarkeits-Falle, also vom Wahn, jeder könne zu allem begabt werden. Zusätzlich droht die Falle der Erleichterungs- und Gefälligkeitspädagogik. Schliesslich gibt es auch noch die Quoten-Falle, entstanden aus der planwirtschaftlichen Vermessenheit, es müssten möglichst viele Menschen mit dem Maturitäts-Zeugnis ausgestattet werden. Ich sehe in diesen vier Fallen ein «schulpolitisches Bermuda-Viereck», in dem Begabung, Qualität und Leistung zu verschwinden drohen. ...
Freiheit oder Gleichheit ... «Integrative Schule» ... Verlängerte Primarstufe ... Mehr Akademiker? ...
Quelle: Schweizerzeit am 19.09.2008
Kommentar: Man hört und liest so viel von den Segnungen einer Umbildung des Schulwesens zu früherem und dann aber längerem gemeinsamen Lernen, von den vermeintlichen Vorteilen ganztägiger Internierung der Schüler oder von der spar- und bildungspolitischen Notwendigkeit, allen Schulen ein einheitliches Profil zu geben, als wenn durch Umbenennung der Schulform individuelle Förderung und Chancengleichheit bewerkstelligt würde.
Da tut es auch einmal gut, so haben wir uns gedacht, Gegenstimmen zu lesen, wenn auch hier nicht immer des Pudels Kern getroffen wird. Denn: Bildung, ob in Schule oder wie auch immer, braucht völlige Freiheit. Und letztlich Mama, Papa, Onkel, Oma, Schwester, Nachbarn und Kollegen. Dafür bekommen in Finnland alle Kinder mindestens den Nachmittag zur freien Selbstbestimmung.
Privatschulen auf dem Vormarsch
Immer mehr Familien verabschieden sich vom staatlichen Bildungsangebot und schicken ihre Kinder stattdessen auf eine private Schule. Bald könnte jedes zehnte Kind bei einem freien Träger lernen. ...
"Wir beobachten viele engagierte und mutige Leute, die Verantwortung für eine Schule übernehmen wollen“", beschrieb gestern Andreas Wegener den Trend. ...
Die Arbeitsgemeinschaft der freien Schulen beklagt nicht nur die geringe finanzielle Unterstützung. Vielmehr würden sie auch in einigen Bezirken behindert. Als Beispiel nannte Anita Mächler von der Evangelischen Schulstiftung den Fall der Elterninitiative, die in Kreuzberg eine evangelische Grundschule gründen wollte. Erst nach massiven Protesten hat sich das Bezirksamt jetzt darauf verständigt, ein Gebäude zur entsprechenden Nutzung auszuschreiben. ...
Quelle: Tagesspiegel vom 17.09.2008 mit interessantem Forum
Neue Inhaftierungswelle in Bayern
Heute habe ich wieder mit meiner Nichte telefoniert. Sie ist so etwas, wie eine Schulversagerin. Sie macht folgende Dinge, die natürlich überhaupt nicht mit dem Konzept Schule vereinbar sind:
- Gerne und viel lesen
- Physikbuch von vorne bis hinten durchlesen (weil Physik Spaß macht)
- Mathe macht ihr auch Spaß
- Keine Grammatik lernen - lieber einfach die Texte übersetzen
- Kein auswendig lernen - lieber verstehen
Und zusätzlich hing schon recht lange eine Scheidung im Raum. Da kann die Schule natürlich keine Rücksicht nehmen. Denn für sie, genau wie für Millionen andere, heißt es: Morgens früh antanzen und dann gehorchen ist das Wichtigste!
Heute hat auch wieder in Bayern das Phänomen Schule begonnen ...
Quelle: Thousand Sunny's Weblog am 16.09.2008
 
 

Literatur, Studien und Termine

Schule - allenfalls Platz zum Aufwärmen
Morton Rhue liest am Immanuel-Kant-Gymnasium aus seinem neuesten Buch "Ghetto Kidz"
Sein 1984 erschienener Roman "Die Welle" ist schon fast so etwas wie ein moderner Klassiker. Mehr als drei Millionen Mal wurde das auf eine wahre Begebenheit zurückgehende Jugendbuch von Morton Rhue verkauft, das von einem außer Kontrolle geratenen Faschismus-Experiment an einer amerikanischen High School erzählt und seit seiner Veröffentlichung zum Lektüre-Kanon vieler deutscher Schulen gehört.
Am Dienstag war der US-Autor zu zwei Lesungen in Rüsselsheim zu Gast. Auf Einladung des "Bücherhauses" las Rhue am Vormittag an der Immanuel-Kant-Schule vor rund 200 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 12 und 13 aus seinem im Juli auf Deutsch erschienenen Buch "Ghetto Kidz" und stellte sich anschließend der Diskussion. ... (Neo-)Faschismus, Amoklauf an Schulen, Obdachlosigkeit, Erziehungscamps - Morton Rhue hat sich in seinen Jugendbüchern vieler brisanter, meist hochaktueller Themen angenommen. Wie viele Amerikaner sei er der Überzeugung, dass die USA ihren Bürgern so vielfältige Chancen auf Bildung, gesellschaftlichen und finanziellen Erfolg bieten wie kaum ein anderes Land auf der Welt, so Rhue zu Beginn. Doch diese Chancen seien nicht gleich verteilt. ...
Quelle: Main-Spitze am 18.09.2008 


Internationaler Tag der Bildungsfreiheit: Schauplatz Wien ...
Nach einer knappen inhaltlichen Einführung von Rahim Taghizadegan, der einen historischen Überblick über die kontinuierliche Einschränkung der Bildungsfreiheit gab und mit einem Plädoyer für Bildungsverantwortung schloß, stellten sich vier Praktiker der Bildungsfreiheit den Fragen des Publikums. ...
Anja Krohmer erzählte, warum sie Deutschland verließ und in Österreich gewissermaßen Asyl suchen mußte. ...
Michael Kleinbichler erzählte von seiner Initiative, gemeinsam mit anderen Eltern eine Naturkindergruppe zu gründen, die Stadtkindern ein Aufwachsen in der Natur ermöglicht. ...
Mag. Christina Partsch erzählte von ihrer Erfahrung mit einem ihrer Söhne, der angeblich an „Schulphobie“ litt. Die Pädagogin kam vollkommen unvermittelt dazu, Bildungsfreiheit zu praktizieren, also volle Bildungsverantwortung für ihren Sohn zu übernehmen. Plötzlich fand sie sich vor der Entscheidung, ob sie dem auf sie ausgeübten Druck seitens der Schulen und Behörden nachgeben und ihren Sohn in die Klinik einweisen lassen sollte. Dort würde er von den Eltern isoliert und mit Psychopharmaka von seiner „Schulphobie“ „geheilt“. ...
Eva Jelken schließlich faszinierte durch die Geschichte ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer ungewöhnlichen Familie. Evas Eltern waren stets der Massengesellschaft kritisch gegenüber eingestellt und bauten mit gleichgesinnten Familien eine autonome Siedlung auf. ...
Quelle und mehr: Institut für Wertewirtschaft am 16.09.2008
Diplomarbeit:
Das Kindeswohl als Entschweidungskriterium im Jugendamt ...
Zitate aus Kap. 7, Ergebnis und Ausblick:
Das Ergebnis der Arbeit ist überraschend: Das Kindeswohl als Entscheidungskriterium in der Sozialarbeit im Jugendamt gibt es genau genommen weder bei der Ausübung des staatlichen Wächteramtes noch bei der Bewilligung von Hilfen zur Erziehung: Dort, wo Entscheidungskriterien für die Ausübung des Wächteramtes entwickelt werden, geht es nicht um Kindeswohl, sondern bestenfalls um die Abwehr von Kindeswohlgefährdungen. ...
Historisch ist das Problem in der Auseinandersetzung um die Definitionsmacht über das Kindeswohl zwischen Staat und Bürger entstanden. Im Nationalsozialismus hat ein totalitärer Staat diese Definitionsmacht tendenziell vollständig an sich gerissen und die Eltern als Erziehungsinstanz entmündigt. ...
Entscheidungen zum Kindeswohl sind nicht ohne die Eltern als exponierte Beziehungspersonen, von denen die Kinder nicht nur emotionell, sondern elementar in ihren Entwicklungsmöglichkeiten abhängig sind (Was die Eltern straft, straft auch das Kind, selbst wenn es sich um „schlechte“ Eltern handelt.), überhaupt denkbar. Einhaltung der Elternrechte und der Datenschutz sowie die mündige Einbeziehung der Eltern in den Hilfeprozess sind maßgeblich für Entscheidungen im Sinne des Kindeswohls. So bedeutet die Wahl der „am wenigsten schädlichen Alternative“ bei Vormundschaftsverfahren eine Entscheidung zum Kindeswohl, den Kindern die bestehenden Beziehungen zu ihren psychologischen Eltern zu erhalten. Darüber hinaus stellen Goldstein u.a. klar, dass weder Mitarbeiter des Jugendamtes noch die anderen beteiligten Spezialisten für das Kind die Eltern ersetzen können und sich davor hüten müssen zu entscheiden oder zu handeln, als wären sie die „besseren Eltern“. Damit würden sie den „Kampf ums Kind“ mit den Eltern eingehen und Dramen, wie einleitend beschrieben, erst ermöglichen. ...
Es waren vier Quellen, die ein Misstrauen der Eltern gegenüber dem Jugendamt rechtfertigen, festzustellen: Erstens gab es im Nationalsozialismus den Versuch, die Definitionsmacht über Kindeswohl staatlichen Interessen zu unterwerfen; zweitens stellt das Verhältnis Jugendamt zu Bürger ein Machtgefälle dar; drittens gibt es keine zuverlässigen Kriterien von Kindeswohl, an denen sie sich orientieren könnten; und viertens stellt das diagnostische Verfahren eine Entmündigung der Eltern dar. ...
Nimmt man das Ergebnis der Arbeit ernst, so sollte man sich nichts vormachen: Entscheidungen für Fremdunterbringungen, die vom Sozialarbeiter unabhängig vom Willen der Beteiligten getroffen werden, sind im Grunde genommen keine Entscheidungen zum Kindeswohl, sondern Entscheidungen zur Abwehr von Gefährdungen des Kindes. Und dieser Unterschied ist nicht so gering, wie man vielleicht annehmen mag. ...
Quelle: Diplomarbeit "Eine Untersuchung der Bedingungen für Kindeswohl" 3/2000 
Freiheit für/durch die Schulen am 20./21. September 2008 auf Schloß Freudenberg, Wiesbaden
Samstag um 19.30 Uhr: Vortrag “Freiheit für die Schulen” von Ingo Krampen
Sonntag Seminar 9 Uhr bis 13 Uhr mit Beitrag “Freiheit durch die Schulen” von Kurt Wilhelmi

Bei diesem Treffen haben wir Ingo Krampen zu Gast. Er ist Mitbegründer von effe, dem Europäischen Forum für Freiheit im Bildungswesen. Das effe konnte u.a. dazu beitragen, daß in einer Reihe von Ländern die Schulgesetze freiheitlicher gestaltet wurden. Ingo Krampen wird aus dieser Arbeit berichten und in seinem Vortrag “Freiheit für die Schulen” auch die ideellen Gründe dieser Arbeit beleuchten:

- Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Schulen frei arbeiten können?
- Wie nähern wir uns diesem Ziel, wie können wir die Sache anpacken, welche Möglichkeiten der Mitwirkung gibt es?

Am Sonntag im Seminar wird Kurt Wilhelmi mit dem Beitrag “Freiheit durch die Schulen” die Frage beleuchten, welche Impulse von freien Schulen und Hochschulen ausgehen können, welche Rolle sie für die zukünftige Gestaltung der Gesellschaft spielen.

Information + Anmeldung: Regine Radke, Tel./Fax 03643-494146
Quelle: http://www.omnibus.org/240.html


Buch: Bindung stärkt - Emotionale Sicherheit für Ihr Kind - der beste Start ins Leben
Die Natur hat vorgesorgt: Das Bedürfnis des Kindes nach Geborgenheit, emotionaler Sicherheit und zuverlässigem Kontakt ist ein biologisch verankertes Grundbedürfnis, das mit einem ebenfalls verankerten “intuitiven Elternprogramm” verknüpft ist. Doch viel zu oft lassen sich Eltern von äußeren Einflüssen verunsichern, statt ihrem Gefühl zu vertrauen. Dieses Buch stärkt ihre ureigene Kompetenz und zeigt ihnen, wie sie kindliche Signale besser wahrnehmen, verstehen und feinfühlig auf sie reagieren können.
1. Auflage 2008, 160 Seiten, Broschur
ISBN: 9783466345212, EUR 14,95
Quelle: Kösel-Verlag
Anm: Angesichts solcher Erkenntnisse oder auch derer von Dr. Neufeld ("Unsere Kinder brauchen uns") bleibt es völlig unverständlich, warum die aktuelle Bildungspolitik Ganztagsprogramme für pädagogisch wertvoll vorgibt, statt gerade heraus, wie in Finnland, sich zu Wahlfreiheit und Elternengagement zu bekennen.
 
 

Parabel/Story/Kurzweil

DER KLEINE ADLER IN DER WIEDERKÄUERSCHULE

Geleit
Als Gott den Menschen erschuf, nahm er von den mächtigsten Tieren die besten Kräfte: vom Adler den scharfen Blick und kühnen Gedankenflug, vom Löwen Mut und Herzenswärme und vom Stier Kraft und Ausdauer. Er selbst gab dem Menschen Würde und Weisheit, um alle Teile ins rechte Maß zu bringen.

Die Weisheit, das rechte Maß zu finden hatten aber erst ganz Wenige. Den übrigen sah man ihre tierische Herkunft noch an: einige sahen dem Adler ähnlich, andere dem Löwen und wieder andere dem Stier. Erst im Lauf der Jahre nahmen die Menschen ihre heutige Gestalt an, aber in ihrem Inneren sahen sie so verschieden aus wie vorher. Die Weisen, die schon das rechte Maß gefunden hatten, wurden das Vorbild und die Führer der anderen. Damit die Menschen niemals ihre Aufgabe vergessen würden, meißelten sie aus großen Steinen das Abbild ihres Wesens: Die Sphinx; mit einem Menschengesicht, Löwenbrust, Stierleib und Adlerflügeln. Aber immer noch sind nur wenige den ersten Weisen nachgefolgt.... .

I
Wie hatte sich der kleine Adler auf die Schule gefreut! Endlich würde er alles lernen, was er so brennend gerne wissen wollte: warum Gott die Welt erschaffen hat und ob Gott auch das Böse gemacht hat und wo die Toten hingehen und ob alle Engel gut sind und… und… und… . Doch der Lehrer schüttelte bei jeder Frage des kleinen Adlers den Kopf: „In der Schule darfst du solche unnützen Fragen nicht stellen. Das würde die anderen Schüler nur verwirren, und es gibt niemanden, der auf diese Fragen eine Antwort weiß." Der kleine Adler schaute den Lehrer erstaunt und misstrauisch an. Unnütze Fragen? Ohne Antwort auf diese Fragen war doch das ganze Leben unnütz! Ob der Lehrer wirklich nichts wusste oder ob er nur sein Wissen für sich behalten wollte? 

Der kleine Adler spürte, dass der Lehrer unsicher wurde und fragte darum schnell: „Was lernen wir denn sonst in der Schule?" Viele nützliche Dinge!" antwortete der Lehrer. „Zum Beispiel Rechnen, Lesen, Singen und fremde Sprachen aus weit entfernten Ländern." Der kleine Adler staunte. Das sollte nützlich sein? „Warum soll ich eine fremde Sprache lernen, wenn ich doch nicht in dieses weit entfernte Land komme?" fragte er. „Vielleicht kommst du später einmal dorthin," belehrte der Lehrer ihn. „Dann kannst du dich dort verständigen."

Später? Ja, dann hat das mit dem Lernen wohl auch Zeit bis später! dachte der kleine Adler. Warum sollte er mit Dingen seinen Kopf vollstopfen, für die es jetzt keine Anwendung gab?

II
Auch für die Buchstaben interessierte sich der kleine Adler herzlich wenig. Er schaute sich statt dessen lieber im Klassenzimmer um. Die meisten seiner Schulkameraden waren Wiederkäuer- wie der Lehrer auch- , kleine Kälbchen, die still dasaßen und den Worten des Lehrers andächtig lauschten. Sie nahmen bedingungslos auf, was ihnen vorgesetzt wurde und konnten meistens haarklein wiedergeben, was der Lehrer gesagt hatte. Sogar, wenn sie nichts davon verstanden hatten! stellte der kleine Adler erstaunt fest.

Diese Schüler waren Herrn Hornochs die liebsten, denn sie fragten nicht viel und waren dankbare Zuhörer. Auch über die drei kleinen Löwen in der Klasse konnte Herr Hornochs sich freuen. Sie waren gute Schüler und jeder von ihnen hatte seine Anhänger und Schützlinge unter den Kälbchen. Sie entfachten zwar gelegentlich Streit und Unruhe, sorgten aber auch für Recht und Ordnung.

Nur mit den beiden kleinen Adlern hatte der Lehrer seine liebe Not. Sie wollten einfach nicht stillsitzen und zuhören! Wenn er der Klasse etwas über fremde Länder erzählen wollte, krähte mindestens einer von ihnen: „Da war ich schon. Darüber weiß ich mehr als du!" Die kleinen Kälbchen blickten erstaunt auf. Soviel hatten ihre Kameraden schon von der Welt erfahren?

Einige begannen heimlich, die kleinen Adler zu bewundern. Andere guckten böse. Sie wollten lieber hören, was Herr Hornochs sagte.

III
Herr Hornochs war allmählich ratlos. Die kleinen Wiederkäuer hatten schon die meisten Buchstaben gelernt und einige konnten sie sogar schon aneinanderreihen und mühsam die ersten Worte lesen. Nur der kleine Adler hatte noch keinen einzigen Buchstaben begriffen. „Wenn du nicht lesen lernst, wirst du niemals wissen, was in der Zeitung oder in einem Buch steht!" sagte der Lehrer vorwurfsvoll. Der kleine Adler schaute ihn böse an. Am nächsten Tag brachte er eine Zeitung mit und las dem erstaunten Lehrer die Katastrophenmeldungen aus aller Welt vor. „Nanu! Woher kannst du denn plötzlich lesen?!" rief Herr Hornochs völlig überrascht aus. „Ich wollte eben mal wissen, was in der Zeitung steht!" gab der kleine Adler frech zurück.

Die anderen kicherten. Herr Hornochs wurde rot und ärgerte sich.

IV
Eines Tages trat der Lehrer mit geheimnisvoller Miene ins Klassenzimmer. „Heute lernen wir Rechnen," verkündete er. Dann verteilte er kleine Säckchen mit Haselnüssen. Jeder bekam 20 Nüsse. „So," sagte Herr Hornochs, als er alle Säckchen ausgeteilt hatte, „nun nehmt ihr in eure linke Hand drei Nüsse und in die rechte vier." Anschließend ging er durch die Reihen, um zu kontrollieren, ob alle seine Anweisungen befolgt hatten. Dem kleinen Adler wurde die Zeit schon viel zu lang, bis der Lehrer endlich fragte: „So, wenn ihr nun die Nüsse aus der linken Hand mit denen aus der rechten Hand auf einen Haufen tut, wieviel..." „Sieben!" platzte der kleine Adler heraus. Der Lehrer schaute ihn missbilligend an. „Du hast zwar Recht," sagte er, „aber wenn du in der Schule etwas sagen willst, musst du dich vorher melden." Bei der nächsten Frage hob der kleine Adler gehorsam seinen Flügel, bevor er die Antwort in den Raum krähte. Der Lehrer bemühte sich, geduldig zu bleiben. „Du musst dich nicht nur melden," sagte er, „sondern auch warten bis du aufgefordert wirst, zu antworten!" „Ja." sagte der kleine Adler folgsam.
Auch auf die dritte Frage wusste er gleich die Antwort. Er meldete sich und wartete. Der Lehrer wartete auch. Hatte er die Meldung etwa übersehen? „Ich.." begann der kleine Adler. „Nicht immer nur du!" wies ihn der Lehrer zurecht. „Die anderen müssen auch mal drankommen!" Nach und nach hoben einige Kälbchen die Hufe.
Immer nur einer durfte die Antwort sagen. Das war sehr ermüdend für den kleinen Adler. Er ließ seine Blicke umherschweifen. Da sah er draußen vor dem Fenster zwei Walnussbäume. Das brachte ihn auf eine Idee: flugs war er fast unbemerkt aus dem Fenster geflattert und begann, die Nüsse auf den Bäumen zusammenzuzählen.

Als er nach einer Weile wieder hereinflog und sich auf seinen Platz setzte, bemerkte das der Lehrer. „Wo warst du?" fragte er streng. „Draußen auf den Nussbäumen!" sagte der kleine Adler stolz. „Ich habe alle Nüsse zusammengezählt!" „Wenn du rausgehen willst, musst du vorher fragen, das ist nur in dringenden Fällen erlaubt." wies ihn der Lehrer zurecht. „Auf dem einen Baum sind 487 Nüsse und auf dem anderen 512!" beeilte sich der kleine Adler zu sagen. „Das sind zusammen 999!"

„Walnüsse hin oder her!" schimpfte der Lehrer. „Wir rechnen hier nur mit Haselnüssen und auch nur bis 20!" Der kleine Adler schwieg erstaunt. Schätzte der Lehrer etwa seine Rechenkünste nicht?
  
V
Es fiel dem kleinen Adler schwer, sich auf seinem Platz zu halten und aufzupassen. Die eintönige Stimme des Lehrers war so einschläfernd! Um sich wach zu halten, flatterte er immer wieder umher. Es gab so viel zu entdecken, was seine Aufmerksamkeit fesselte. Selbst die gewöhnlichsten Dinge hatten- von einer anderen Seite betrachtet- ein völlig neues Gesicht. Herr Hornochs sah z.B. von oben oder von hinten ganz anders aus als von vorne, richtig witzig, fand der kleine Adler. „Hahaha…" prustete er plötzlich los, und alle drehten sich erstaunt zu ihm um. Der kleine Adler wurde verlegen.

„Was ist los?" fragten die anderen. „Warum lachst du?" „Herr Hornochs sieht so lustig aus von hinten! Hahaha!" Nun lachten fast alle, aber der Lehrer lief rot an und wurde sehr böse. „Du ungezogener Bengel, bleibst du wohl auf deinem Platz sitzen und bist still!" brüllte er.

Der kleine Adler erschrak. Hatte er etwas falsch gemacht? Er wollte doch nur ein bisschen Spaß haben und die anderen aufheitern, die mit stumpfsinnigen Gesichtern über ihren Aufgaben brüteten. Der Unterricht war wahrhaftig fad genug und er dachte, auch dem Lehrer täte eine kleine Aufheiterung gut. Kränken oder erzürnen wollte er ihn ganz gewiss nicht! Aber der Lehrer verstand keinen Spaß!

Nach dem Unterricht packte er den kleinen Adler roh am Flügel und zog ihn den Gang entlang bis zum Zimmer des Direktors. Oberstudiendirektor Dr. Kast saß hinter seinem großen Schreibtisch und blickte über den Rand seiner Brille. Der kleine Adler sah den Direktor neugierig an, während Herr Hornochs sich über ihn beklagte. „Bist du ein Löwe oder ein Stier?" entfuhr es ihm, noch bevor Herr Hornochs seine Rede beendet hatte. Dem Direktor schwoll die Zornesader auf der Stirn. „Was fällt dir ein?!" brüllte er los. Der kleine Adler schrak zusammen.

„Sperren Sie ihn eine Stunde lang ein!" befahl der Direktor nun Herrn Hornochs. „Dann kann er über seinen Ungehorsam nachdenken!

Als die beiden draußen waren, wischte sich Herr Dr. Kast den Schweiß von der Stirn. „Hoffentlich hat Herr Hornochs nichts bemerkt!" dachte er. Er verwandte nämlich jeden Morgen große Sorgfalt darauf, seine beiden abgesägten Hornstümpfe unauffällig unter der Löwenperücke zu verbergen. Nur dadurch hatten die anderen Lehrer Respekt vor ihm. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn sie ihn als ihresgleichen erkennen würden! Er würde seine Macht verlieren, ohne die er so hilflos war, denn als Stier war er außerordentlich klein geraten…

VI
Der kleine Adler verstand die Welt nicht mehr. Er saß in seinem Gefängnis und wusste nicht, worüber er eigentlich nachdenken sollte. Ungehorsam? Was meinte der Lehrer damit? Er hatte ihm einen Stift und einen Zettel gegeben und die Aufgabe, seine guten Vorsätze aufzuschreiben.

Der kleine Adler grübelte. Zerbiss den Stift….. Faltete einen Flieger aus dem Papier… .

Die Zeit verging unendlich langsam.

Er betrachtete das Muster auf der Tapete. Man konnte die wundersamsten Gestalten darin entdecken, wenn man nur innerlich ein paar Striche hinzufügte.

Warum nur innerlich?… Flugs hob der kleine Adler die Reste des zerbissenen Stiftes auf und ergänzte die fehlenden Linien. Es entstand in Windeseile das Gesicht des Direktors, der Lehrer und anderer bekannter Personen auf der Tapete. Der kleine Adler war so vertieft in sein großes Werk, dass er gar nicht bemerkte, wie die Türe aufging. Ein rasendes Gebrüll erhob sich und der kleine Adler fühlte sich am Hals gepackt und geschüttelt. Den Inhalt des Gebrülls konnte er nicht verstehen, so erschrocken war er!… Noch Tage nach diesem Vorfall konnte der kleine Adler seine Flügel nicht bewegen und keine Nahrung zu sich nehmen. Er fühlte sich halbtot und sein Kopf war wie ausgeleert. Ganz still saß er jetzt im Unterricht auf seinem Platz. Und der Lehrer lobte ihn dafür.

VII
Nicht lange nach diesem Vorfall hatte der kleine Adler sich jedoch von diesem Schrecken erholt und seine alte Munterkeit und Neugier wiedergefunden. Da ihm der Unterricht immer langweiliger vorkam, machte er auf eigene Faust immer größere Entdeckungsreisen im Klassenzimmer und der Umgebung.

Herr Hornochs allerdings fand keinen Gefallen daran, dass der kleine Adler es nicht lassen konnte, seine Entdeckungen lauthals preiszugeben und seine großartigen Einfälle sofort in die Tat umzusetzen. „Wenn du uns immerzu störst, müssen wir dir die Flügel stutzen und die Füße zusammenbinden!" drohte er eines Tages.

Der kleine Adler erschrak zutiefst. Konnte sein Lehrer wirklich so grausam sein? Weinend kam er nach der Schule zu Hause an und klagte seiner Mutter sein Leid: „Mama, ich will nie wieder in die Schule gehen! Huhuhuhu…"

Empört machte sich die Adlermutter auf den Weg zu Herrn Hornochs. „Verstehen Sie nicht, dass mein Kind ein Adler ist und kein Wiederkäuer? Adler brauchen anderes Futter als Kälber! Sie leben anders und lernen anders!"

„Adler hin oder her!" brummte Herr Hornochs. „Bei uns wird gegessen, was auf den Tisch kommt und gelernt, was der Lehrer sagt. Da gibt’s keine Ausnahme!" „Aber es geht doch gegen seine Natur!" rief die Adlermutter verzweifelt. „Natur hin oder her! Wenn seine Natur ihm im Wege ist ein ordentlicher Schüler zu sein, muss man diese Natur eben ändern! Wir werden ihm die Flügel stutzen und die Füße zusammenbinden!"

Die Adlermutter erschrak. Konnte der Lehrer wirklich so grausam sein? Oder konnte er nur deshalb die Adlermutter nicht verstehen, weil er selber niemals geflogen war?

Herr Hornochs begann ihr leid zu tun. Er sah ja immer nur ein ganz kleines Stück von der Welt - und immer dasselbe!

„Möchten Sie nicht gerne einmal die Welt von oben sehen?" fragte sie nun einfühlsam und hilfsbereit. „Ich könnte versuchen, Sie ein kleines Stück mitzunehmen."

Herr Hornochs indes lehnte dieses Ansinnen empört ab. Fliegen?! Das war doch viel zu gefährlich! Na, wenn schon die Mutter so leichtsinnig ist, dachte er bei sich, wie soll dann aus dem Kind was Rechtes werden?

VIII
In der folgenden Zeit bot der Lehrer mit eiserner Energie seine ganze Hartnäckigkeit auf, um Mutter und Kind von der gesunden Wirkung des Flügelstutzens zu überzeugen. Unter Tränen gaben sie schließlich nach.

Die Klassenkameraden sahen mit Genugtuung zu, wie dem kleinen Adler die Flügel gestutzt wurden. Nun brauchten sie nicht mehr neidisch zu sein, dass er fliegen konnte und sie nicht. Bald waren alle Kälbchen bessere Schüler als der kleine Adler. Doch er konnte immer noch nicht lernen wie ein Wiederkäuer. Aber ein richtiger Adler war er jetzt auch nicht mehr!…

Erst viel später begegnete er einem alten, weisen Adler, der ihm das Fliegen wieder beibrachte und ihm alle Künste und Weisheiten der Adler lehrte. Der kleine Adler, der jetzt schon groß geworden war, lernte schnell und begierig viele Geheimnisse der Welt kennen, von denen kein Wiederkäuer etwas ahnte, selbst Herr Hornochs nicht. Immer noch konnte er es nicht lassen, seine Entdeckungen und Erfindungen lauthals preiszugeben. Aber jetzt schalt ihn niemand mehr dafür. Alle blickten voll Bewunderung und Dankbarkeit auf den kleinen, großen Adler.

© Christiane Feuerstack, hier veröffentlicht mit ihrer freundlichen Genehmigung

 

Schulversagen
... ist das Versagen des Schulsystems, nicht der Schüler.

Warnzeichen: Unkonzentriert, überdreht, traurig
Stress - fast jedes zweite Kind leidet
Zwölf Prozent der Schulkinder schlucken Pillen, weil sie überfordert sind. Folgen eines übervollen Terminkalenders. Der Druck wächst - in der Schule, in der Freizeit, in der Familie. Ein Kinderpsychiater sagt, wie man dem Teufelskreis entkommt. ...
Quelle: Hamburger Abendblatt am 12.09.2008


Behinderte Kinder vernachlässigt
In Berlin-Reinickendorf finden Eltern von Kindern mit Down-Syndrom keine Schule für ihre Kinder. ...
Keiner der Grundschulen erklärte sich bis heute bereit, diese Kinder aufzunehmen.
Seit über einem Jahr versuchen Eltern von Kindern mit Down-Syndrom eine Schule für ihre Kinder zu finden ...
Claudia Schirocki von der Selbsthilfegruppe 3mal21. "In letzter Zeit entnehmen wir den Medien, dass Kinder vermehrt von ihren Eltern vernachlässigt werden. Dies werfe ich den Reinickendorfern Schulen vor."
Quelle: www.3mal21gleich-down-syndrom.de
Warum Schule krank machen kann
Schwalbe 15.09.2008 20:21 Themen: Soziale Kämpfe
Wenn man den Suchbegriff ' Schule macht krank' eingibt, stößt man bei Yahoo auf 4.340.000 !!! Suchergebnisse. Über das Problem wird seit Jahren von diversen Medien berichtet und da die Berichte nicht enden wollen, geht man das Problem anscheinend nicht genügend an. Schule kann sowohl die Kinder, als auch die Lehrkräfte krank machen. ...
Quelle: Indymedia am 15.09.2008
Anm.: Einer aktuellen Studie mit repräsentativer Befragung zufolge müssen im existierenden System 60% der Kinder wegen Problemen mit Lehrern im versagen. Weitere 30% der Schüler geben Probleme mit Mitschülern an.
„Anne Will“ Setzen, sechs!
Wir lieben die Individualität und bekämpfen sie mit Schule. Ein Bildungsabend der Merkwürdigkeiten. ...
Schule, so scheint es, ist das zuverlässigste System, Kindern die Freude am Lernen auszutreiben. ...
Lehrfach „Hartz IV“ - Ideologie als Spurenelement - Mehr Konkurrenz!
Quelle: Focus am 15.09.2008
Alarmierende Zahlen
Rund 100 000 Schulschwänzer in NRW
In Nordrhein-Westfalen gibt es unter den 2,8 Millionen Schülern rund 100.000 Schulschwänzer. Wie das Schulministerium in Düsseldorf auf ddp-Anfrage mitteilte, können etwa 50.000 Schüler als «Regelverweigerer» eingeschätzt werden. In etwa gleich groß ist die Zahl der «Gelegenheitsverweigerer» oder «Schwänzer» an Nordrhein-Westfalens Schulen. Rund 230.000 Schüler empfinden die Schule nach Ministeriumsangaben «als nutzlos und suchen, ihr zu entrinnen». ...
Quelle: koeln.de am 13.09.2008
 

Leserechos

Sehr geehrte Damen und Herren, herzlichen Dank für Ihre sehr informative Website!
Ich habe jetzt alles durchgelesen und mich würde sehr interessieren, wie der von Dr. Reichert duchgeführte Rechtsstreit in Straßburg ausgegangen ist.
Und dann fand ich das Interview mit Jan Edel sehr aufschlussreich - es hat mir sozusagen aus der Seele gesprochen. Wie hat es der Interviewte geschafft, drei seiner Kinder in Deutschland homezuschoolen??? Gibt es da einen juristischen Trick? Wenn ja, dann würde ich ihn gerne anwenden.
Ich bin begeistert von der Idee des Homeschoolings und der festen Überzeugung, dass das Homeschoolen bei harmonischer Familiensituation die optimale Lernmöglichkeit für Kinder ist. Diese Überzeugung habe ich allerdings erst durch einen "Blick über den Tellerrand" bekommen.
Mein Mann und ich wohnen mit unseren Kindern (4, 7 und 8 Jahre) seit zwei Jahren in den USA (Florida). Unsere Kinder besuchen seit 2006 die öffentliche Grundschule bzw. unser Kleiner einen Kindergarten. In weiteren zwei Jahren werden wir voraussichtlich wieder zurück nach Deutschland kommen.
Seit einiger Zeit überlege ich, die Kinder homezuschoolen - dies aus reiner Überzeugung, nicht weil eines der Kinder Probleme sozialer oder intellektueller Art in Kindergarten bzw. Schule hätte - im Gegenteil.
Mich würde in diesem Zusammenhang sehr interessieren, ob ich die Kinder einfach so aus der amerikansichen Schule nehmen und homeschoolen kann. Ist dies mit deutschem Recht vereinbar? Während in Deutschland diese Vorgehensweise rechtswidrig wäre, gibt es vielleicht einen Unterschied darin, dass wir jetzt für (begrenzte Zeit) in den USA leben?
Die deutschen Schulen haben mit unserem Umzug zunächst einen Nachweis gefordert, dass die Kinder hier zur Schule gehen. Den habe ich ihnen geschickt. Weitere Nachweise sind nicht verlangt worden.
Wissen Sie, ob offizielle Zeugnisse der amerikanischen Schule gefordert werden, wenn wir 2010 zurück nach Deutschland kommen? Unser ältester Sohn würde ja sofort auf die weiterführende Schule gehen (müssen), hat aber natürlich keine "Empfehlung" dafür.
Eine Notlösung wäre für mich, dass sich die Kinder hier ein in deutschen Schulen anerkanntes Zeugnis einer Fernschule erarbeiten, während sie dann aber komplett zu Hause blieben, also nicht hier auch noch die Ganztagsschule besuchen würden. Müssen die Kinder dann das "Vollprogramm" (Deutsch, Mathematik und Sachkunde) absolvieren oder reicht ein Fach zur Erlangung eines anerkannten Zeugnisses aus?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir hier weiterhelfen könnten.
Herzliche Grüße aus dem ausnahmsweise sehr regnerischen Florida A. S.
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Hallo Frau S., erstmal vielen Dank für Ihr Interesse, Ihr Lob und das Feedback.
Wir pflegen einen Rundbrief, auf dessen Verteiler ich Sie gerne nehmen würde (s.u.). Außerdem würde ich, wenn Sie nichts dagegen haben, Teile oder alles Ihrer Mail gerne im Rundbrief und damit im Internet weiterverteilen, anonymisiert natürlich.
Nun zur Beantwortung Ihrer Fragen:
Alle juristischen Auseinandersetzungen, auch die von Dr. Reichert geführten, sind bisher leider erfolglos gewesen. Tenor: Deutschland habe im Rahmen der Schulpflicht "ein berechtigtes Interesse" an der Vorbeugung von Parallelgesellschaften und außerdem das Recht, für das Recht auf Bildung den Regelschulbesuch zu fordern. Na ja, so ähnlich.
Dank intensiver Bemühungen gibt es in Deutschland vereinzelt Fälle, wo Homeschooling als illegal geltend geduldet wird. Das hängt vom Bundesland und auch vom Einzelfall ab. Die Regel sind Androhungen von Sorgerechtsentzug, Zwangsgeldern und anderen Zwangsmaßnahmen bis hin zu Gefängnis (in Hessen). Wir selbst haben uns gerade so über die Grundschulzeit retten können und wollten dann aber sowieso einschulen. Das erste Kind wurde 4 Wochen vor dem Ende des 4. Schuljahres auf eine private Grundschule eingeschult, um die notwendige Gymnasialempfehlung zu erhalten. Das zweite Kind musste nur einen Test über sich ergehen lassen, quasi als Aufnahmeprüfung zu dem Gymnasium, in dem das erste Kind nun ein Jahr lang angenehm bekannt war. Das dritte Kind wurde zur Zeit der angedrohten Zwangsmaßnahmen in die 2. Klasse eingeschult, ist dann gleich 2 Mal gesprungen und hat auf diese Weise seine Gymnasialempfehlung bekommen. Weil dieses Kind dann erst 8 war, haben wir es aber noch einmal für ein Schuljahr frei lernen lassen. Zu diesem Zweck haben Mutter und Kind den offiziellen Wohnsitz ins Ausland verlegt.
Ihre weiteren Fragen sind mir nicht ganz klar. Sie wissen ja, dass auch für deutsche Kinder die Schulpflicht, die ja bekanntlich als Schulbesuchszwang ausgelegt wird, nur für Kinder gilt, die auch einen Wohnsitz (gewöhnlichen Aufenthalt) in Deutschland haben.
In Florida stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen, auch und besonders als Deutsche. Es gibt auch in Florida ein paar Homeschooling-Organisationen. Das auswärtige Amt in Deutschland würde Ihnen für die Grundschulzeit die Deutsche Fernschule empfehlen, die leider auch noch recht teuer ist. Der deutschen Schulpflicht jedenfalls unterliegen Ihre Kinder nicht. Mit 10 oder 11 Jahren zurück in Deutschland müssten Ihre Kinder ohne eine vorliegende Empfehlung wohl zunächst an einer Haupt- oder Gesamtschule angemeldet werden. Theoretisch ist das deutsche Schulwesen aber sehr durchlässig, d.h. einem Wechsel stünde bei bestätigten Leistungen nichts im Wege. Viele liebe Grüße ins schöne Florida, Jan Edel
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Hallo Herr Edel, ganz herzlichen Dank für Ihre prompte und sehr hilfreiche Antwort!
Mein Mann und ich waren unsicher, ob wir die Kinder hier zu Hause unterrichten dürfen, weil die deutsche Schulbehörde nach unserem Wegzug von uns einen Nachweis wollte, dass wir die Kinder auf eine amerikanische Schule schicken. So haben wir befürchtet, dass sie auch ein Zeugnis der amerikanischen Schule sehen wollen, wenn wir wieder zurückkommen. Umso mehr haben wir uns über Ihre positive Nachricht gefreut!
Sehr aufschlussreich war auch Ihre Bemerkung, dass unser Sohn - sobald wir wieder nach Deutschland zurückkommen - in die Hauptschule bzw. Gesamtschule eingeschult würde, da es an einer anderweitigen Empfehlung  einer deutschen Schule fehlt. Das würde dem Wissensstand des Kindes aber diametral entgegenstehen und sicherlich demotivierend wirken.
Gegebenenfalls gestalten wir den Umzug derart, dass auch unsere Kinder die Möglichkeit haben, noch ein paar Monate oder sogar wie in Ihrem Fall nur vier Wochen eine Privatschule zu besuchen, um die entsprechende Empfehlung zu erhalten. Können Sie mir eine Privatschule empfehlen, die uns unterstützen würde? Eine andere Möglichkeit wäre sicherlich eine Absprache mit der Deutschen Fernschule.
Selbstverständlich können Sie die vollständige E-mail oder Auszüge hieraus anonymisiert für Ihr Internetportal benutzen. (Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich um stilistische Verbesserungen bemüht...)
Ich freue mich, wenn Sie mich in Ihren newsletter-Verteiler aufnehmen. Vielen Dank!
Beinhaltet das von Ihnen publizierte Buch Tipps und Ideen zur Gestaltung des Homeschoolings? Als Greenhorn auf diesem Gebiet freue ich mich über jede Anregung zu diesem Thema.
Zum Abschluss möchte ich Sie gerne auf eine statistische Ungenauigkeit der in den USA erfassten zu Hause unterrichteten Schüler hinweisen. Es wird allgemein davon gesprochen, dass 4 % der Kinder in den USA zu Hause unterrichtet werden.
Das ist aber so nicht richtig, weil in der Statistik solche Schüler nicht erfasst werden, die zwar zu Hause unterrichtet, aber ein oder zwei Vormittage in einer sog. campus-based school unterrichtet werden. Dies sind Schulen meist christlicher Trägerschaft, die extra für zu Hause unterrichtete Kinder errichtet wurden. Ich habe keinen Überblick über die Anzahl der dort unterrichteten Kinder, weiß aber, dass alleine in Orlando drei Schulen existieren, die diesen stark verkürzten Unterricht anbieten. Es gibt also viel mehr Schüler, die zu Hause unterrichtet werden... (Für uns ist dies keine Alternative, weil ich die Kinder täglich zwei Stunden "kutschieren" müsste...) Es grüßt sie ganz herzlich aus dem inzwischen wieder sonnigen Florida A. S.
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Hallo Frau S., danke für Ihr Feedback. Mein Buch enthält relativ wenig Beschreibungen für die Praxis, weil es eher als Argumentationshilfe gegenüber Behörden und Politikern konzipiert ist.
Im Amerikanischen gibt es aber auch eine Menge geeigneter Bücher. Ins Deutsche übertragen ist z.B. das Buch von Grace Llewellyn: "Das Teenager-Befreiungs-Handbuch. Glücklich und erfolgreich ohne Schule", Genius Verlag (www.homeschooling.de/news/news10.htm ).
Übrigens, die Frage der deutschen Schulbehörden nach einer Anmeldung im Ausland hätten Sie keinesfalls beantworten müssen. Rechtlich untragbar, bzw. juristisch überhaupt nicht vorgesehen, also reine Schikane oder bestenfalls mal wieder übertriebene Fürsorge.
Wenn Sie nach D zurückziehen, muss man sich um das Wohl der Kinder kümmern und eine "angemessene Beschulung" finden. Mindestens die zugeordnete Pflichtgrundschule muss dann nach ein paar Wochen eine, vielleicht etwas eingeschränkte Empfehlung abgeben oder das Schulamt organisiert eine Aufnahmeprüfung. Immerhin haben Sie in den USA mit Homeschooling ja nichts falsch gemacht und niemand darf Ihnen etwas vorwerfen. Beste Grüße, Jan Edel
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Hallo Herr Edel, vielen Dank für Ihren Buchtipp! Ich bin für jede Anregung dankbar!
Mein Mann und ich empfanden es als sehr traurig, mit welchen Hindernissen Sie und viele andere Familien in Deutschland zu kämpfen hatten und haben, nur um Ihre Kinder zu Hause unterrichten zu können.
Dass Sie und Ihre Frau das zumindest für drei Kinder durchgehalten haben, finden wir ganz toll. Sieht man den Werdegang Ihrer Kinder und die Tatsache, dass sie in den Schulen (und sicher auch im sonstigen sozialen Umfeld) angenehm auffallen, ist das einfach begeisternd und zeigt, dass Sie für sich den richtigen Weg gewählt haben. Auf unsere Homeschoolingerfahrungen bin ich gespannt. Herzliche Grüße A.S.


Lieber Herr Edel, Dank für Ihre so wichtige Arbeit! Hier ein Hinweis, wie in unserer Republik BIlDUNGSFREIHEIT unterlaufen wird: Eltern, die Ihre Fünfjährigen für den Schubesuch im nächsten Jahr anmelden, werden gefragt, ob das Kind einen Kindergarten besucht hat. Verneinen sie diese Frage, wird das Kind lang sich hinziehenden Testungen besonderer Art unterzogen, haben mir zwei Mütter eine aus Rheinland-Pfalz und eine aus Baden-Würtemberg berichtet.
Anne Will gestern: Am Thema vollständig vorbei! Die Frage nach den Gründen dafür, dass Eltern in private Schulen und mit ihren Schulkindern ins Ausland flüchten, taucht nicht einmal auf! Freundlichst C. M.
 

Hinweis zu diesen Kurzinformationen

Alle diese Rundmails sind im Internet verfügbar und können somit jederzeit nachgelesen werden:
http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news39.htm (letzte Ausgabe)
http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news40.htm (diese Ausgabe)
http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news41.htm (nächste Ausgabe)
und so weiter. Die Nummer im Link ist die jeweilige Ausgabe dieser Informationen.
 
 
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Dipl.-Ing. Jan Edel (Vorstand)
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