Kurzinfo: Schulfreie Bildung

Ausgabe: #18

Liebe Leser, hoch verehrte Eltern und Interessierte,

neben einem erschütternden Bericht (der leider keinen Einzelfall beschreibt) enthält dieser Rundbrief wieder die wichtigsten Informationen zum Versagen des Schulsystems und zu schulfreien Bildungskonzepten.

Beste Grüße,
Jan Edel

28.03.2008

 
 

Dem Schulsystem entkommen können, wenn es versagt

Die leise und verzweifelte Klage einer Schülerin (und ihrer Mutter), die durch Schulbesuch körperlich, seelisch und psychosomatisch zerstört wird.
"Bei der Einschulung meiner Tochter hatte ich nicht die leiseste Ahnung was auf sie zukommen würde. Als sechsjähriges Mädchen begleitete ich sie zum ersten Schultag. Sie war ruhig, fröhlich, aufgeschlossen und unwahrscheinlich wissbegierig, und hatte somit also recht viele positive Eigenschaften um in der Schule zurechtzukommen. Doch sie äußerte immer wieder, dass sie viel lieber bei mir zuhause sein möchte. Ich suchte dann immer nach Begebenheiten oder Erlebnissen in der Schule, die ihr Spaß machten.
Als sie die zweite Klasse besuchte kam ihr kleiner Bruder zur Welt. Von nun an fiel es ihr sehr schwer jeden Tag auf‘s Neue von uns weggehen zu müssen. Es kam soweit, dass kaum eine Woche verging, in der sie nicht an ein oder zwei Tagen krank war. Meist waren es Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Blasenentzündung. Wegen ihren vielen Fehltagen begannen Kinder aus ihrer Klasse sie zu trietzen und zu ärgern, sie hatte kaum noch Freunde. Bis zum Ende der vierten Klasse hielt diese Situation an. Ich suchte immer wieder das Gespräch mit Ihrem damaligen Klassenlehrer, da ich mit Problemen wegen der vielen Fehltage rechnete. Ihre schulischen Leistungen waren nach wie vor gut.
Ab der Fünften sollte alles besser werden, da sie dann in das gleiche Schulgebäude wie ihre zwei Jahre ältere Schwester käme. Sie freute sich darauf ..., doch es kam alles ganz anders. Wegen der geringen Klassenstärke (14 statt 15 Schüler) wurden die Kinder einfach in einer Schule an einem anderen Ort untergebracht, gegen den Willen aller Eltern. Die ersten Tage hörte ich meine Tochter nachts im Schlaf weinen. Ihre Krankheiten nahmen zu (Erbrechen und Eiweißallergie), genauso wie ihre Fehltage und die Angriffe und Beleidigungen ihrer Klassenkameraden. Sie wurde bespuckt, beleidigt, geschuppst, getreten und ausgelacht. Im Pausenhof war sie von nun an immer allein. Im Klassenzimmer setzten sich alle möglichst weit weg von ihr mit der Begründung, dass sie stinke. Meine Versuche mit dem Klassenlehrer gemeinsam eine Lösung zu finden, schlugen fehl, da er an dem Krankheitszustand zweifelte und von den Angriffen nichts bemerkte. Ich bekam vom zugehörigen Amtsarzt eine terminliche Einladung, der ich Folge zu leisten hatte.
In der sechsten Klasse suchte ich nach Drängen des Rektors Kontakt zur Schulpsychologin. Beim zweiten Treffen drohte sie mir, ich dürfe meine Tochter nicht noch einmal von der Schule abholen, wenn sie mich aus der Schule anriefe und heim möchte, weil sie Schmerzen hätte. „Selbst wenn sie weint oder fleht“. Wenn ich es trotzdem machte, werde sie veranlassen, dass meine Tochter in die geschlossene Anstalt eingeliefert werde. Dass unsere Tochter gemobbt wird, stieß auf taube Ohren. Die letzten Wochen dieses Schuljahres schaffte ich es nicht mehr, sie in die Schule zu bringen.
Die siebte Klasse fand in einer anderen Schule statt. Ihr Klassenlehrer war gleichzeitig auch Rektor der Schule. Er nahm sich ihrer an und versuchte das Mobben zu unterbinden so gut es ging. Da es aber immer wieder auf`s Neue entfachte und ich mich deshalb immer wieder meldete, rechtfertigte er die Situation damit, dass Mobben mit zur Schule gehöre. Und außerdem wurde das Mobbing durch die vielen Fehltage meiner Tochter noch geschürt.
Circa zwei Monate vor Schulende rannte sie morgens vor mir weg, oder versteckte sie sich kurz vor der Abfahrt zur Schule. Erst als ich dem Nervenzusammenbruch nahe war, offenbarte sie mir ihr furchtbares Geheimnis, dass sie über ein Jahr mit sich rumzerrte. Vor ungefähr 1 1/2 Jahren nutzte der Lehrer eines Nebenfaches die Leere des Schulgebäudes am Nachmittagsunterricht und vergewaltigte meine damals 11-jährige Tochter.
Nach mehreren Beratungstagesgesprächen bei einer Hilfsorganisation entschlossen wir uns gegen den Lehrer auf schulischem Wege vorzugehen, da es bei Gericht sonst zu einer Gegenüberstellung kommen würde. Nach dem Leid, das meiner Tochter angetan wurde und woran sie auch immer noch zu knappern hat und vielleicht auch immer haben wird, erschien uns das der bessere Weg zu sein.
Ich habe versucht mich möglichst kurz zu fassen und auf Details zu verzichten. Meine Tochter schreibt sehr viel. Sie kommt auch wieder öfter auf mich zu. Schritt für Schritt werden wir ihr helfen, wieder Gefallen am Leben zu finden, auch wenn das manchmal nicht leicht ist. Doch sie besitzt eine große Familie, davon noch drei ältere Geschwister, die immer für sie da sind." - Ende des Berichts


In der Frage um geeignete Abhilfestrategien und um Bildungsfreiheit gibt es zur Zeit wohl nur zwei Möglichkeiten:

1) Auswandern, am besten noch vor Geburt der betreffenden Kinder,

oder (falls aus finanziellen, sozialen oder anderen Gründen nicht möglich)

2) Sich dem Kampf stellen, aber dann bitte nach allen Regeln der Kunst, die für diesen eben nun mal gelten.

In keinem Fall sollten die eigenen Kinder aufs Spiel gesetzt werden. Hier gehört es zur Erziehungspflicht der Eltern, ein versagendes Schulsystem in allen Teilaspekten zu verklagen und Beweisanträge zu stellen. Den Vertretern des Schulzwangs kann damit vor Gericht bewiesen werden, dass Schulbesuch SCHLECHTER ist, nicht, dass andere Bildungsmodelle besser sind! Alle rechtlich wirksamen Handlungen müssen zusammenpassen, d.h. das, was man im Strafrecht vorbereitet hat, muss im Verwaltungsverfahren (Zwangsgeld, Schulpflichtbefreiung usw.) verwendet werden (können), aus dem Verwaltungs- oder Zivil- (OLG - Familiengericht z.B.) -verfahren müssen nahtlos Beweisanträge fürs OWiG/Straf-Verfahren fließen usw. Man muss seine Anträge stets so stellen, dass Journalisten sie verstehen und fehlerfrei zitieren können usw. usf. (siehe auch das 5-Tages-Seminar zur Verteidigung von Bildungsfreiheit Ende Juli, s.u.).
Die Beamten dürfen gar nicht mehr in ihre Schreibstube zurückkommen, da sie nur noch von einer Gerichts-Ladung zur nächsten stürmen müssen. Am Ende sollten DIE und nicht die primär Leidtragenden darum bitten, auswandern zu dürfen, so einfach wäre das.

Die Argumentationen der Schulbehörden und -ministerien für Schulzwang müssen und können systematisch angegriffen werden. Die vorgetragenen Hauptargumente für Schulzwang, die von der Judikative bislang unbewiesen und gesetzlich nicht nachvollziehbar übernommen wurden, sind 1. "gerechte" Einheitssozialisation, die ob ihrer dahinterstehenden Ideologie an sich schon gegen das Neutralitätsgebot öffentlicher Bildung verstößt, 2. die Unterdrückung von "Parallelgesellschaften" und "Andersdenkenden" und 3. ein eigenständiger Erziehungsauftrag des Staates, der ebenfalls weder an internationalem Recht noch an deutschen Gesetzen belegbar wäre.

Alle haben das Recht auf Bildung. Niemand aber darf staatlich zu Bildung, geschweige denn zu Schulbesuch, gezwungen werden. Die Art der Bildung liegt in erster Linie in der Verantwortung eines jeden selbst (oder der rechtsvertretenden Eltern). In einer emanzipierten Wissensgesellschaft ist die Pflicht zum Besuch einer Schule aus Zeiten der Industrialisierung wie ein autoritärer, staatlicher Fremdkörper ohne Respekt vor Menschenrecht und demokratischen Grundsätzen. Bildung muss und wird sich daher auch in Deutschland früher oder später von Formalismen wie erzwungenem Schulbesuch emanzipieren. Vielfältige Schulen werden natürlich bestehen bleiben müssen (steuerfinanziert), aber sie werden prinzipbedingt nie an Qualität und "Passung" individuell zugeschnittener Bildungsformen heranreichen. Auch wenn nur ein Kind oder ein Elternpaar für ihr Kind eine schulfreie Bildungsform erfordert, muss es die Freiheit dazu haben. Die Legitimation dazu darf nicht einer Mehrheit obliegen. Genauso wenig dürfen Minderjährige per Gesetz oder durch ihre Eltern in Schulanstalten gezwungen werden, die eben auch keinen besseren Bildungserfolg nachweisen können.

Parallelen zum Homeschooling könnte man in der Etablierung von Tagesmüttern in der Kinderbetreuung als Alternative zu großen Institutionen ziehen. Und diese sind inzwischen anerkannt und werden ja auch mit öffentlichen Mitteln gefördert und in Qualifizierungsmaßnahmen unterstützt. Über kurz oder lang muss sich auch der Gesetzgeber einer realistischen Einschätzung der jeweiligen Chancen und Risiken individueller bzw. institutionalisierter Bildung/Erziehung stellen. Es geht nämlich nicht um die Ausschließlichkeit des einen oder des anderen Extrems. Dagegen macht es Sinn, das eine Bildungskonzept stets als mögliches Korrektiv dem anderen gegenüber zu stellen.

 
 

Interessante Links

Vor einem Jahr hatte sie ein Großaufgebot der Polizei aus dem Elternhaus geholt
Streit um Amina ist noch nicht zu Ende
Schwierige Lernbedingungen an der Schule ++ Nerven zermürbender Streit ++ Auseinandersetzung mit dem Schulsystem ++ Jugendamt will sich nicht äußern ++ Amina will vielleicht studieren ++ Standhaft bleiben
Quelle: Erlanger Nachrichten am 15.03.2008


Ein Radiobeitrag zu "Homeschooling in Bremen" vom 25.03.2008 im BBC World Service (52Mio. Zuhörer weltweit): bbcworldservice.com/outlook
Homeschooling auch für Kinder ohne Schuleinschreibung und ohne akademisch gebildete Eltern
L o s A n g e l e s (idea) – Nach einer umstrittenen Gerichtsentscheidung zu Hausschulen im US-Bundesstaat Kalifornien haben Behördenvertreter und Repräsentanten der Hausschulbewegung die betroffenen Eltern beruhigt.
Quelle: idea am 18.03.2008 Beruhigung der Lage in Kalifornien
Schlanke Schule statt schlanke Schüler
Die G8-Effekte böten eine Gelegenheit, den Schulunterricht von im Laufe der Jahrhunderte angesammelten Stoffschlacken zu befreien
Bei der {extern} Verkürzung des Gymnasiums auf acht Jahre wurde eine "Entrümpelung" versprochen – aber nur sehr bedingt geliefert. Dabei wäre die Verkürzung eine Gelegenheit, sich einmal die Frage zu stellen, wie Inhalte wie Sport, Musik und Religion in den öffentlich finanzierten Schulunterricht kamen – und ob sie unbedingt dort bleiben müssen.
Quelle: Telepolis am 17.03.2008
Bibliothek als Besserungsanstalt
London will mit einer Mischung aus Internet-Café, Bildungszentrum und Bücherei Jugendliche von der Straße holen und Kriminalität bekämpfen. Die Londoner Lösung könnte auch ein Modell für deutsche Städte wie Berlin sein. (Intelligente Kinder, die aus bestimmten Gründen in Schulen versagen, könnten sich diesem Homeschooling-Modell anschließen und es bereichern).
Quelle: Handelsblatt am 22.03.2008

Alle diese "Kurzinfos" gibt es fast komplett und mit Suche und weiteren Informationen als Blog: http://mehr-ohne-schule.blogspot.com/
 
 

Termine

Die Sendung um Bildungsfreiheit mit Neubronners bei Reinhold Beckmann in der Sendung wird am kommenden Montag, den 31.03.2008 um 22:45 Uhr ausgestrahlt.


5-Tages-Seminar:
Allgemeine Bildungsfreiheit - Strategien ihrer Verteidigung
Veranstaltungszeitraum: 28.07.-01.08.2008
Anmeldeschluss: 15. Juni 2008
Die Veranstaltung findet ab 16 bestätigten Anmeldungen statt.
Anreise: ab Sonntag, 27.07.08 Abreise: ab Freitag nach 15:00 Uhr und wer will, kann noch Freitag auf Samstag uebernachten und man könnte noch ein paar Abschlussgespräche führen. Übernachtungen in der Schule sind grunds. möglich (Matratzenlager).
Anmeldung und Merkblatt unter manja.scheumann(@)gmx.de
Erziehungs- und Sozialwissenschaftler: Vortrag zu Homeschooling in Deutschland
Im Rahmen der "Offenen Hochschule" am 6. Mai wird Prof. Dr. Franco Rest einen Vortrag über "Homeschooling in Deutschland" halten. Ort: Emil-Figge-Str. 44 in 44227 Dortmund.
EuDEC am 25.07.-03.08.2008
Die European Democratic Education Conference findet 2008 in Leipzig statt.
In Deutschland gibt es nur sehr beschränkte Möglichkeiten für freie Bildung und demokratische Schulformen. Die EuDEC ist ein großartige Möglichkeit, auf Missstände und Alternativen zur althergebrachten Bildungsmodellen aufmerksam zu machen.
Näheres unter http://www.eudec2008.org/de/
 
 

Familien und Kinder

Ausgewählte Informationen zu dieser Rubrik werden an dieser Stelle in Zukunft wieder eingestellt. Es wird aber ausdrücklich auf den ständig aktualisierten Pressespiegel verwiesen unter http://www.familientrends.de .


Wegnehmen ist das Einfachste
Die Schicksale vernachlässigter und getöteter Kinder bewegen die Nation. Von solchen, die aus falscher Fürsorge von ihren Eltern getrennt werden, erfahren wir zu wenig.
Quelle: FAZ am 15.03.2008 im Internet (a must read!!!)
Elementarer Baustein
Intakte Eltern-Kind-Bindung
Entwicklungsschäden können bei Kindern durch Armut und nicht intakte Familien entstehen. ...
Die Wissenschaftler haben mittlerweile keine Zweifel mehr daran, dass eine intakte Eltern-Kind-Bindung eine unverzichtbare Grundlage für lebenslange seelische und körperliche Vitalität und Unversehrtheit darstellt. Mitgefühl ist dabei ein elementarer Baustein der Bindung, ohne die der Mensch nicht lebensfähig ist. Das bezeugen seit einigen Jahren die Gehirnforscher. ...
Psychische Belastungen im Kindesalter wie Armut oder nicht intakte Familien können unter anderem zu einem gestörten Essverhalten beitragen, wodurch Magersucht oder Bulimie entsteht. ...
Die Zahlen sind alarmierend: In einer Studie des Robert Koch Instituts zeigte mehr als ein Fünftel aller Kinder zwischen drei und 17 Jahren ein
auffälliges Essverhalten.
Quelle: N-TV am 17.03.2008
 

Schul(system)versagen

Scheitern und Schule sind Zwillinge
Zum Davonlaufen: Das deutsche Schulsystem braucht die "Versager". ...
"Produziert werden damit Erfahrungen des Ausgeschlossenwerdens - und dies in einem Ausmaß wie wohl in keinem anderen Schulsystem der Welt", so der Bielefelder Pädagoge Klaus-Jürgen Tillmann. ...
Das Dilemma könnte größer nicht sein. Hier Schüler, die kaum in der Lage sind, die Worte eines bedruckten Blatt Papiers zu entziffern. Dort die neuen Qualifikationsanforderungen einer hochtechnisierten Welt. Und dazwischen die Schule und der Staat, der sie betreibt.
Quelle: Spiegel Online am 19.03.2008


Die ZEIT berichtet am 19.03.2008 über eine Studie, die die PISA-Daten in Bezug auf Bildungschancen analysiert. Das Ergebnis ist jetzt nicht ganz unbekannt: Bildungschancen haben Kinder und Jugendliche im Wesentlichen allein durch ihr Elternhaus. Zitat im Resümee:
"Vielmehr geht es darum, den Elterneinfluss auf die Schullaufbahn zu verringern. Und das geht, am schnellsten, überzeugendsten und darüber hinaus billigsten, weil nur einmalig nötig, mit der Veränderung der Schulstruktur hin zu integrierten Gesamtschulen und Ganztagsschulen." (Quelle: ZEIT)
Quelle: Die ZEIT: Bildungschancen: Das Elternhaus bestimmt über die Schullaufbahn
LEHRER ALS PROBLEM
"Viele halten das für einen Halbtagsjob"
Bequem, inkompetent und schnell überfordert - Udo Rauin geht mit deutschen Lehrern hart ins Gericht. Der Frankfurter Bildungsforscher erklärt im Interview, warum so viele ungeeignete Studenten in den Lehrerberuf stolpern und der Beamtenstatus ein schlimmes Übel ist.
Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,542780,00.html
Putzdienst in der Schule
Besen gegen Füller
In einigen hessischen Schulen gehört der Putzdienst zum pädagogischen
Konzept. Eine Mutter klagt nun dagegen.
Quelle: Frankfurter Rundschau online am 23.03.2008
 

Leserechos

1. Hallo Herr Edel, vielen Dank für Ihre wertvollen Informationen. Diese haben unsere Entscheidung, Deutschland rechtzeitig vor Start der "Schulpflicht" zu verlassen, wesentlich beeinflußt. Wir hoffen Ihr Einsatz wird Deutschland eines Tages bildungspolitisch nach vorne bringen. Nochmals herzlichen Dank. LG Familie O.


2. Es stimmt, in Österreich hat man zumindest das Recht auf freie Bildung. So gibt es zwar Unterrichtspflicht, jedoch keine Schul(besuchs)pflicht. Jedoch muss zu Schulende der Nachweis des Lernerfolges erbracht werden. Im Klartext heißt das, dass man sich rechtzeitig um eine geeignete Schule mit Externistenprüfungskommision umschaut, die dann die Prüfung abnimmt. Kann der Nachweis über den Lernerfolg nicht erbracht werden, muss das Kind zurück ins Regelschulsystem. Wir haben gewagt unsere Tochter ohne Nachweis weiter häuslich zu unterrichten und eine Strafe in Höhe von € 300,- in Kauf genommen. Also Behörden können, wenn sie wollen alles unterstützen oder eben alles erschweren. Manchmal muss man halt über seine eigenen Grenzen gehen.
(Anm.: Auch bei Behörden wird in den meisten Ländern von "der Schulpflicht" gesprochen. Ich bin überrascht, dass selbst Journalisten und "Offizielle" oft nicht über die Bildungsfreiheit und die genauen rechtlichen Möglichkeiten in ihrem Land Bescheid wissen (wollen)).
3. Lieber Herr Edel, ich weiß nicht ob sie sich noch an mich erinnern können. Ich bin die verzweifelte Mutter aus Bayern, deren Tochter furchtbare Geschehnisse in der Schule über sich ergehen lassen mußte. Ich suchte verzweifelt nach einen Weg, um meiner Tochter ein Leben ohne Schule (freies Lernen) zu ermöglichen , da es für sie nicht mehr möglich war den bisherigen Weg weiter zu gehen....
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie Frohe Ostern, sowie ruhige und schöne Feiertage. Viele Grüße A.S.
 

Hinweis zu diesen Kurzinformationen

Alle diese Rundmails sind im Internet verfügbar und können somit jederzeit nachgelesen werden:
http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news17.htm 
http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news18.htm (diese Ausgabe)
http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news19.htm (nächste Ausgabe)
und so weiter. Die Nummer im Link ist die jeweilige Ausgabe dieser Informationen.
 
 
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Dipl.-Ing. Jan Edel (Vorstand)
Horringhausen 23
58513 Lüdenscheid

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