Kurzinfo: Schulfreie Bildung | |
|
Ausgabe: 16 Liebe Leser, hoch verehrte Eltern und Interessierte, anbei wieder in aller Kürze die wichtigsten Informationen der letzten
Woche. |
07.03.2008 |
Nichtschulische Bildung (Homeschooling) |
|
Freiburger Radiosender Dreyeckland |
Interessante Links |
| Die Welt am 4.03.2008: Homeschooling Britische Presse hat Mitleid mit deutschen Eltern Viele Eltern, die ihre Kinder nicht zu Hause unterrichten dürfen, verlassen Deutschland. Oft gehen sie nach England, wo Homeschooling kein Problem ist. Die britische Presse zeigt Mitgefühl mit den Bildungsflüchtlingen und lässt sie ihre Leidensgeschichte erzählen. Der Hinweis auf die Nazi-Zeit darf dabei nicht fehlen. Diese Einleitung zum Artikel wurde 2 Tage später verbessert
zu: Schulverweigerer aus Altensteig wandern nach England aus Altensteig - Für die englischen Zeitungen ist der Fall ein gefundenes
Fressen. »Flüchtlinge vor Hitlers Gesetz«, »Exodus nach Großbritannien«,
überschreiben sie ihre Artikel über eine Familie aus dem Kreis Calw.
... |
Termine |
|
Vorankündigung: Voraussichtlich am
Montag 17. März 22.45 (oder eine Woche später) wird eine Sendung in der
ARD ausgestrahlt, in der es zentral um Bildung und auch um
Bildungsfreiheit geht, denn Dagmar und Tilman Neubronner sind dort
bei Reinhold Beckmann in der
Sendung. |
Familien und Kinder |
| FDP fordert Wahlrecht für
Kinder
Die FDP setzt sich für ein
Kinderwahlrecht in Deutschland ein. Sie reagiert damit auf den Vorschlag
von SPD-Chef Kurt Beck, den Schutz von Kindern als Grundrecht in der
Verfassung zu verankern. Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/urnengang_aid_231175.html Erläuterungen unter: http://kraetzae.de/wahlrecht/ Kann einer Familie verboten sein, was der Staat selbst möglich und für sinnvoll hält? Das Stadtjugendamt sieht die "individuelle Förderung der Kinder gefährdet", weil insbesondere nicht jedes Kind (sechs Mädchen, ein Junge im Alter zwischen 1 und 12 Jahren) über ein eigenes Zimmer verfüge. Das Familiengericht hat bei einem Ortstermin die Familie zu einem Auszug "überzeugen" können und lässt nun gutachterlich klären, "ob sich die räumliche Enge nachteilig auf die Entwicklung der Kinder auswirkt". Sollte sich dies bestätigen, werde das Sorgerecht den Eltern entzogen. Eine Entscheidung steht noch aus. In staatlichen Internaten - so beispielsweise in Alzey - erfolgt die Unterbringung "in 2- bzw. 3-Bett-Zimmern. Diese überschaubaren Rahmenbedingungen gewährleisten eine familiäre Atmosphäre und begünstigen insbesondere eine individuelle pädagogische Betreuung durch ständig anwesende Erzieherinnen und Erzieher." Für die Jungen stehen dort nur Doppelzimmer, für die Mädchen Dreibett-Zimmer, Doppelzimmer und 2 Einzelzimmer zur Verfügung. Quelle und mehr: http://www.kinderrechte-infos.de/?p=37 Susanne Härpfer bei Telepolis am 29.02.2008 Willkür der deutschen Betreuungsmaschinerie Alles reine Formsache. Denunziation genügt. Jeder kann jeden beim Gericht als angeblichen Betreuungsfall anzeigen. Missliebige Nachbarn, mobbende Arbeitskollegen, Krankenhauspersonal, Verwandte, die an eine Erbschaft wollen, die Bank, bei der man sein Girokonto überzogen hat, oder schlicht der Briefträger – sie alle können beim Amtsgericht "anregen", jemanden unter Betreuung stellen. Treffen kann es jeden. Wer dann nicht sofort einen kundigen Anwalt findet und einschaltet, kann zwangsbetreut werden. Ein Betreuer kann dann sämtliche Entscheidungen treffen. Er kann entscheiden, dass Sie nicht mehr über Geld verfügen dürfen, nicht mehr telefonieren, nicht mehr Ihre Post entgegen nehmen dürfen. Sie können alles verlieren: Ihr Haus, Ihre Familie, Ihr Leben. Klingt nach einem Horrorfilm? Nach Hollywood? Oder Kafkas Roman "Der Prozeß"? Kaum zu glauben, aber juristisch ist all dies möglich. Mitten in Deutschland. Zu jeder Zeit. Denn die juristische Struktur macht dies möglich. Quelle und Fortsetzung: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27399/1.html In einem Forum gefunden: "Es ist schlicht unglaublich, was diese Auftragswissenschaftler so absondern. Darum gehts:" Kinder sollen schon mit zwei Jahren in die Kita kommen und bereits im Kindergarten Englisch lernen - das empfiehlt eine neue Studie des "Aktionsrat Bildung". Im Interview mit stern.de erklärt Dieter Lenzen von der FU Berlin, warum die Früherziehung in Deutschland zu spät beginnt. ... Dieter Lenzen ist Professor an der Freien Universität Berlin und Vorsitzender des "Aktionsrat Bildung". Dessen Jahresgutachten, das von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft finanziert wird, empfiehlt, die ersten Lebensjahre von Kindern besser zu nutzen. "Die Früherziehung in Deutschland beginnt im internationalen Vergleich zu spät," sagt Lenzen. ... Fordern Sie deshalb eine Kindergartenpflicht mit zwei Jahren einzuführen? Ja, für Kinder mit schweren Sprachdefiziten, denn Sprechen lernen ist der Schlüssel für alle anderen Fähigkeiten. ... Was, wenn Eltern ihr Kind nicht so früh in den Kindergarten geben wollen? Es gibt ja auch eine Schulpflicht und Möglichkeiten, diese durchzusetzen, wenn Eltern sich verweigern. Welches zweijährige Kind müsste, welches sollte in den Kindergarten? Das müsste eine Eingangsuntersuchung entscheiden. Originalquelle:http://www.stern.de/politik/panorama/ |
Schul(system)versagen |
|
Thorsten Stegemann für Telpolis am 28.02.2008 Schüler mobben Arme Liegt es an G 8, dem schlechten Wetter oder der Fehler im System? An Deutschlands Schulen sind die Schüler unglücklicher als irgendwo sonst in Europa. Mit 22 Prozent gab mehr als jeder fünfte in einem am Freitag in Brüssel vorgestellten Neun-Länder-Vergleich des British Council an, gestresst zu sein. Nur 18 Prozent sind an ihrer weiterführenden Schule glücklich. Europaweit Spitze ist beides. Quelle: Frankfurter Rundschau Online am 01.03.2008 "Diese Turbo-Schule ist ... Quatsch!" Schüler sind verzweifelt, Väter und Mütter gehen auf die Barrikaden: Die verkürzte Schulzeit bis zum Abitur wird für Familien zur Qual. Der stern lud Doris Schröder-Köpf und TV-Moderator Reinhold Beckmann zum Elterngespräch. Beide berichten von Stress, Versagensängsten und dem täglichen Leiden an der Schule. Quelle: Stern am 1.3.2008 Weltweite ai-Aktion im Internet: Sichere Schulen für Mädchen weltweit Berlin, 06. März 2008 – Schläge, Demütigungen, Mobbing und sexuelle Übergriffe: Für Millionen Mädchen weltweit gehört Gewalt zum Schulalltag. Die Täter sind meist Lehrer, Schulpersonal oder ältere Mitschüler. Die Folge: Aus Angst vor körperlichem und seelischem Leid gehen Mädchen in vielen Ländern nicht zur Schule. Quelle: http://www.amnesty.de/safeschools |
Leserechos |
| 1. ... Hat es Sinn, im Schatten eines
Minarettes noch ein Apfelbäumchen zu pflanzen und Briefe zu schreiben?
Heute bekamen wir mit der Post das wunderbare Buch "Bildung zu Hause -
Eine sinnvolle Alternative" von Alan Thomas mit einem Vorwort von
Professor Wolfgang Hinte, Essen, zugesandt. Die Worte füllen jede Ritze unseres angeschlagenen familiären Selbstwertes und bestätigen unsere eigenen Forschungsergebnisse. Lernen funktioniert anders. Lernen ist Menschenrecht. Menschen lernen so selbstverständlich, wie sie atmen. Kinder lernen im Spiel. Wenn man sie lässt. Schule lässt sie nicht. Eingesperrt in enge Zeitkästchen wie Legehühner sind die Kinder ihren Lehrern schutzlos ausgeliefert. Sie verbringen Zeit mit Menschen, die nachweislich in den wenigsten Fällen bereit und in der Lage sind, ihren Unterricht in Abstimmungen mit neuen neurobiologischen und psychologischen Erkenntnissen zu gestalten. Innerhalb der Schule gibt es ein Schweigegebot, von dem nach Aussage einer Lehrerin "die Mafia noch etwas lernen kann". Der Unterricht von Lehrern wird nicht angemessen kontrolliert. Herr Dr. Winkler, MBG, las zum Amusement der Schüler während einer Unterrichtskontrolle Zeitung, eventuelle Kontrollen werden von den Lehrern nicht ernst genommen. Der Klassenlehrer äußerte gegenüber den Schülern, dass er eine Kontrolle nicht fürchte, da er auf jeden Fall mehr Ahnung von Mathematik habe als der Vorgesetzte. Sowas kommt bei jüngeren Schülern einfach nicht gut an. Es gibt eine grundsätzliche Notwendigkeit zur Neuorientierung. Kirchen werden geschlossen, Moscheen gebaut, an den Grundfesten der Demokratie durch unvernünftige Gesetzgebung gerüttelt. Welche Werte haben noch allgemeine Gültigkeit? Kann man in Deutschland auch ohne Kopftuch noch Gerechtigkeit erwarten? Die Schule kann keine Antworten mehr geben, sondern nur noch resigniert die Umweltverschmutzung beschreiben, und sie verschanzt sich hinter griechischen Sagen und der Vermehrung von Farnkraut. ... 2. ... Die Lektüre des Buches "Bildung zu Hause" hat uns nach dem "Teenager-Befreiungshandbuch" nochmals ermutigt, im Homeschooling eine sinnvolle Bildungsalternative für unsere Kinder zu sehen. ... 3. Liebe Fam. Edel, ich bin eine Mutter deren Kind eine katastrophale Laufbahn in der Schule erlebt hat. Ich spreche von Schikanen, Mobbing, Diskrimminierung, Selektierung, systematisch betreibender Ausgrenzung meinem Kinde und mir gegnüber die bis hin zum Rufmord reichen, kurz gesprochen von menschenunwürdigem Verhalten, welche von Seiten der Pädagogen bis hin zur Schulleitung und darüber hinaus betrieben werden. Ich benötige Rat und Unterstützung um meine Kind effektiv weiterhin zu schützen. ... Liebe Grüße R. M. |
Hinweis zu diesen Kurzinformationen |
| Alle diese Rundmails sind im Internet verfügbar und
können somit jederzeit nachgelesen werden: http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news15.htm (letzte Ausgabe) http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news16.htm (diese Ausgabe) http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news17.htm (nächste Ausgabe) und so weiter. Die Nummer im Link ist die jeweilige Ausgabe dieser Informationen. |
| Impressum |
|
Verantwortlich für den Informationsbrief ist: Schulbildung in
Familieninitiative e.V. |
|
Anmeldemöglichkeit |
| Wenn Sie diesen Infobrief nicht direkt erhalten haben aber dies gerne regelmäßig wollen, senden Sie bitte eine E-Post an info@homeschooling.de mit dem Betreff BITTE INFO oder klicken Sie hier. |
| Abmeldemöglichkeit |
| Um sich vom Newsletter abzumelden senden Sie bitte eine Mail an info@homeschooling.de mit UNSUBSCRIBE im Betreff oder klicken Sie hier. |