Kurzinfo: Schulfreie Bildung

Ausgabe: 15

Liebe Leser, hoch verehrte Eltern und Interessierte,

anbei wieder in aller Kürze die wichtigsten Informationen der letzten Woche. Schwerpunkt diesmal ist Homeschooling in Deutschland aus internationaler Sicht und als Zweitaspekt wird die Situation der Familie in unserem Land allgemein betrachtet. 

Beste Grüße und schönes Wochenende,
Jan Edel

29.02.2008

 
 

Nichtschulische Bildung (Homeschooling) und Deutschland

Ein Schritt zur Anpassung des Deutschen Erziehungs- und Bildungswesens an die Menschenrechte

Prof. Dr. Franco Rest, Erziehungswissenschaftler und Ethiker, Dortmund

Deutschland setzt als eine der letzten Nationen und gleichwertig den totalitären Regimen und in Missachtung der Errungenschaften der Menschenrechte und des Schutzes menschlicher Persönlichkeit den unveräußerlichen Rechten der Kinder und ihrer Eltern einen „Schulzwang“ entgegen, der dazu verleitet, die Würde des kindlichen Menschen und seiner Eltern ggf. zu missachten und sogar gezielt zu verletzen. Dieser Tatbestand wird offensichtlich im Umgang der Kultus- und Schulbehörden mit dem in nahezu allen zivilisierten Ländern möglichen und in Deutschland verbotenen „Homeschooling“, d.h. der Erfüllung des Rechts auf Bildung und Unterricht durch familiäre, also „unschulische“ Erziehung und durch Privatunterricht.
Erklärung der UN zu den Rechten der Kinder
Aus den Erfahrungen des II. Weltkriegs (einschl. des nationalsozialistischen Schulzwangs, mit welchem die Kinder der schulischen = staatlichen Indoktrination zugeführt werden sollten) heraus formulierte die XIV. Vollversammlung der Vereinten Nationen 1959 ihre „Erklärung über die Rechte der Kinder“. Darin heißt es im 7. Grundsatz:
Das Kind hat ein Recht auf Unterricht... Es soll einen Unterricht erhalten, der seine Allgemeinbildung fördern und ihn auf der Grundlage gleicher Möglichkeiten befähigen soll, seine Begabung, sein Urteil, sein sittliches Empfinden und sein soziales Verantwortungsgefühl zu entwickeln und ein nützliches Glied der Gesellschaft zu werden. Das Wohl des Kindes soll leitender Grundsatz derer sein, die für seinen Unterricht und seine Erziehung verantwortlich sind; diese Verantwortung liegt an erster Stelle bei den Eltern. Das Kind soll alle Gelegenheiten zu Spiel und Erholung haben, die zu denselben Zielen wie der Unterricht gelenkt werden sollen. Die Gesellschaft und die öffentlichen Autoritäten sollen sich bemühen, den Genuss dieses Rechtes zu fördern.
Diesem Grundsatz widerstreiten die Deutschen Schulgesetze in allen Bundesländern und vor allem eines der neuesten Urteile des Bundesgerichtshofes (BGH) fundamental. Sie verstoßen damit bewusst und wider besseres Wissen gegen die Menschenrechte des Kindes und seiner Eltern, wie sie im Gegensatz zum „Schulzwang“ der Schulgesetze sogar im Deutschen Grundgesetz verankert sind, nämlich der „Unantastbaren Würde des Menschen“ und der „Freien Entfaltung seiner Persönlichkeit“. Dies zu erläutern ist Aufgabe dieser Stellungnahme.
Die UN sagt in der o.a. Erklärung ausdrücklich, „bei der Verabschiedung von Gesetzen solle die beste Wahrnehmung der Interessen des Kindes der oberste Gesichtspunkt sein“ (2. Grundsatz), damit es sich „körperlich, seelisch, moralisch, geistig und sozial gesund und normal in Freiheit und Würde entwickeln kann“. Hier ist nirgends davon die Rede, dass nur die Schule diesem Anspruch genügen könne. Im Gegenteil: Von Schule ist überhaupt nicht die Rede; vielmehr spricht die UN einen ebenso vieldeutigen wie treffsicheren Grundsatz dadurch aus, dass sie sagt: Das Kind solle „in keiner Weise Gegenstand des Handelns sein“ (9. Grundsatz). Das kann ja wohl nur bedeuten, dass es nicht „Objekt einer Beschulung“, sondern immer nur und ausschließlich zusammen mit seinen Eltern „Subjekt der Erziehung“ sein soll.
Schließlich unterstreicht die Erklärung der UN diese Grundsätze durch Hinweise auf das Wie und die Methode der Wahrung dieser Menschenwürde. Die schreibt: Zur „vollen und harmonischen Entwicklung seiner Persönlichkeit“ (Vgl. GG Art.2 Abs. 1) brauche „das Kind Liebe und Verständnis. Es soll, wenn immer möglich, in der Sorge und Verantwortung seiner Eltern aufwachsen und in jedem Fall in einer Atmosphäre der Liebe und der sittlichen und materiellen Sicherheit; ein Kleinkind soll, außer in Ausnahmefällen, nicht von seiner Mutter getrennt werden.“ Der Entzug der Personensorge der Eltern zur Durchsetzung des Schulzwangs in Deutschland widerspricht in jeder Hinsicht diesen Grundsätzen. Es ist in jeder Hinsicht unverantwortlich und ein Verstoß gegen die geschützte Würde der Kinder und ihrer Eltern, was z.Zt. (bzw. seit 1938) in Deutschland geschieht.
...
Bildungsanspruch Deutscher Verfassungen am Beispiel Nordrhein-Westfalen
Wer nach verfassungsgemäßen Prüfkriterien für eine soziokulturelle, humanökologische und menschengemäße Mindestbildung sucht, sollte die „Verfassungen“ der deutschen Bundesländer daraufhin wirklich einmal lesen. Dort heißt es (hier am Beispiel des größten Bundeslandes, Nordrhein-Westfalen) wörtlich: „Erfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung. Die Jugend soll erzogen werden im Geiste der Menschlichkeit, Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, in Liebe zu Volk und Heimat, zur Völkergemeinschaft und Friedensgesinnung“ (Art 7). Jedes einzelne Wort sollte sich m.E. den politisch und den pädagogisch Verantwortlichen langsam auf der Zunge und im Geiste verwurzeln. Jede Pädagogik, die diesem Anspruch nicht gerecht zu werden versucht, sollte als verfassungswidrig bezeichnet werden. Hier steht nichts von Leistungsmessungen und Zwängen aller Art, sondern von Demokratie und Freiheit, nichts von Sorgerechtsentzügen zur Durchsetzung von Schulzwang, sondern von Menschlichkeit, usw. Und deshalb münden die Formulierungen der Verfassung in den nächsten Satz: „Jedes Kind hat Anspruch auf Erziehung und Bildung. Das natürliche Recht der Eltern, die Erziehung und Bildung ihrer Kinder zu bestimmen, bildet die Grundlage des Erziehungs- und Schulwesens“ (Art. 8). Alles Weitere hat diesem Verfassungsauftrag zu folgen.
Deshalb hat nunmehr eine Bundesweite Initiative die Aufgabe übernommen, die politischen Verantwortungsträger durch eine angemessene Grundgesetzänderung den Widerspruch zwischen Art. 6 (Elternrecht) und Art 7 (Schulaufsichtsrecht) aufzuheben und das deutsche Erziehungs- und Bildungswesen von seiner faschistischen Vergangenheit zu befreien bzw. den Ansprüchen einer demokratischen Gesellschaft der Neuzeit anzupassen. Dies soll vor allem auch deshalb sichergestellt werden, damit Deutschland in den Reigen der europäischen demokratischen Länder auch bezüglich seines Erziehungs- und Bildungswesens passt und nicht mehr eigene Bürger zur Auswanderung zwingt, damit diese sich instand gesetzt sehen, ihren Kindern entsprechend ihrem „natürlichen Recht“ und ihrer „zuvörderst obliegenden Pflicht“ das ihrer Ansicht nach Beste zu geben.

Quelle: Skript eines 13-seitigen Vortrags, gehalten Anfang Februar 2008 an der "University of applied sciences and arts" in Dortmund
Das gesamte Skript liegt unter http://www.homeschooling.de/studien.htm.

Zum Autor: geb. 1942 in Italien; Studium der Erziehungswissenschaften, Theologie, Philosophie, Kunstgeschichte, Archäologie in Münster, Würzburg, Freiburg/Br.; Volksschullehrer, Gymnasiallehrer, Lehrer in Beruflicher Bildung; Professor für Erziehungswissenschaften, Sozialphilosophie/ Sozialethik an der Fachhochschule Dortmund (University of applied sciences and arts), Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften; 1980 Promotion zum Dr. päd. (Dr. der Erziehungswissenschaft) an der Universität Münster; seit 1973 Forschungen Sterbeerziehung, Friedenspädagogik, Waldorfpädagogik (5 Jahre Unterrichtstätigkeit), Sterbebeistand, Medizinische Ethik, Thanatologie, Pflegewissenschaft, Philosophie und Ethik mit Unterstützung der Landesregierung NRW, der Stiftung Volkswagenwerk, der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW u.a.; Berater der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen zum Auf- und Ausbau der ambulanten und stationären Hospizdienste; seit 2000 Mitglied Ethik-Arbeitskreis d. Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Berlin; 2002-2005 Prorektor für Studium, Lehre, Studienreform, Evaluation und Weiterbildung der Fachhochschule, Dortmund; seit 2003 wissensch. Direktor der „Dietrich Oppenberg Akademie für hospizliche Bildung und Kultur“, Essen; 2006 Landesverdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen; 2006 Forschungspreis der Fachhochschule Dortmund zur „Hospizforschung“; ca. 280 Publikationen.
Familienintegrität, Selbstbestimmung und Glück versus Schulsystem
Impulse von Jan Edel

Die Zeit ist überfällig für eine bürgerliche Emanzipation von der staatlichen Erziehungs- und Bildungsbevormundung. Staatlich organisierte Bildung (in planwirtschaftlich geführten und pädagogisch festgelegten Schulen) darf nicht länger erzwungen, sondern muss grundrechtlich - wie in allen freien Ländern - zu Diensten und Wahl des Souveräns der Gesellschaft stehen.
Die Eigenständigkeit der Bürger selbst, Familienmütter und -väter, sollte nie durch Regierung oder Ideologien für alle eingeschränkt oder schlimmer, obsolet gemacht werden. Der Entmündigung von Eltern durch eine Pädagogik, die pauschal über Minderjährige gezogen und den Anforderungen spezieller Situationen in der Familie quasi nie gerecht wird, muss dringend entgegengewirkt werden. Eine noch so facettenreiche Schulstruktur, ob jetzt mit oder ohne G8, ganztags oder samstags, bedeutet für jedes Kind immer nur ein billiger Kompromis für seine ganz persönlichen Lernvoraussetzungen und sonstigen Bedingungen. Es muss also in der alleinigen Verantwortung der Familie oder bei kleinen Kindern der Eltern stehen, aus dem kompromissbehafteten, aber freien Angebot des Staates auswählen zu können oder eben individuellere Lösungen zu finden und maßzuschneidern. Die unrühmlichen Einzelfälle von elterlicher Verantwortungslosigkeit dürfen in einer bürgerregierten Staatsform nicht dazu führen, regierungsamtlich für alle bestimmen zu wollen, wie Kinder und Jugendliche im Land zu behandeln, zu erziehen oder zu bilden sind. Die plurale Gesellschaft in Deutschland muss sich selbst, d.h. seinen Säulen (Familien mit Kindern), wieder alle selbstbestimmte Verantwortung zutrauen. Andernfalls sind wir nicht mehr fern von Diktatur, Absolutismus oder Totalität. 
Leider steht die Familie in unserem Land in hohem, öffentlichen Misskredit und unter verschiedenen Momenten des Generalverdachts. Die Steuerbelastung von Familien mit Kindern ist existenzbedrohend, seit Jahren höchstrichterlich als verfassungswidrig gescholten und bevormundend durch den Zwang zu Multijobs und Kinderfremdbetreuung. Familien sind die mit Füßen getretenen Melkkühe der Nation, denen aus Regierungskreisen öffentlich vorgeworfen wird, das unter Trennung von der Familie verdiente Geld, das ihnen nach vielfältigem Abzug verbleibt, zu "versaufen" oder "für DVDs und Flachbildschirme" zu verprassen. Stattdessen werden neben aller ungerechten Steuerumlage in familienfremde Leistungen auch Unsummen von Steuergeldern in ideologisch einseitig forcierte Fremdbetreuung wie Krippen, Kindergärten und Schulen gepumpt, die so nicht immer gewünscht wird. Selbst Schulen, die ja ganz überwiegend akzeptiert werden, entlarven sich durch ihre immer engeren Gegebenheiten - das weiß ich auch aus eigener Erfahrung als fünffacher Vater - immer mehr zu einem lebensbestimmenden Faktor, der Familien, ihr Glück, ihr Wohl, ihren Frieden, ihren Zusammenhalt oder ihre ganze Existenz bedroht. Den Unterschied zu schulfremden Bildungsmodellen kenne ich - ebenfalls sogar aus eigener Erfahrung - sehr gut!
Jede Familie hat aber ein Recht auf staatlich uneingeschränktes Glück und Harmonie. Da muss im Zweifel auch die Schulpflicht nachgehen. Und eben nicht nur bei den anderen im Ausland. Die Schulpflicht geht in Deutschland viel zu weit. Kein freier Staat der Welt erlaubt sich diese staatliche Gewaltausübung, wie unter www.lernen-ohne-schule.de/gesetze.htm nachgewiesen wird. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Der deutsche Schulzwang mit Strafverfolgung kommt Erziehungsdiktatur gleich. Es herrscht staatlich mißbrauchte Schulpflicht. Das Wohl und Glück in der Familie aber hat Vorrang.
 
 

Einige interessante Links

Im britischen Observer/Guardian gab es einen Artikel über die rigide Art in Deutschland, Homeschooler zu bedrohen und ins Ausland zu verjagen.
"Home-school Germans flee to UK - A 1938 law designed to ensure state control of all children has provoked a family exodus to Britain" (s. Anhang mit Fotos)
Quelle: http://education.guardian.co.uk/schools/story/0,,2259509,00.html 

Seitdem rennen die deutschen Korrespondenten von ZDF oder Bild in England unseren Verwandten und Freunden die Bude ein.
Die Zeitung der Isle of Wight druckte heute auf Blatt 1 folgendes ab:
http://www.iwcp.co.uk/News/GERMAN_REFUGEES_FROM_HITLERS_LAW_1.aspx

Einen deutschen Bericht zum Observer/Guardian-Artikel gibt es hier:
Der häusliche Unterricht in Deutschland verboten
Quelle: http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/02/der-husliche-unterricht-in-deutschland.html%20 Folgendes muss noch dazu gesagt werden: Meine Frau, die auch eine Stunde lang angerufen und befragt wurde, nannte u.a. die Zahl von 78 Kindern. Im Artikel wurde nicht veröffentlicht, dass sie darauf hinwies, dass das nur die 1. uns persönlich bekannten betroffenen Kinder sind, die 2. allein im letzten Jahr unserem Land durch Flucht verloren gegangen sind.
Wichtig ist ebenfalls das Jahr 1938, denn allgemeine Schulpflicht gab es 1. schon früher und 2. auch bis heute in anderen Ländern. Entscheidend ist, was man damit genau meint und wie dmit umgegangen wird. 1938 wurden in Deutschland 1. alle Privatbildungsmöglichkeiten und Reformschulen explizit verboten und 2. der Schulbesuch für ALLE mit Zwangsmaßnahmen wie z.B. Zwangszuführung bewehrt, die dann auch rigide umgesetzt wurden. Bis 1938 gab es etliche Familien, die trotz der seit 1919 geltenden allgemeinen Schulpflicht geduldet wurden. Heutzutage maßt sich der Staat heftigere "Maßnahmen" an. Während die Zwangszuführung in einem mir vorliegenden nordrhein-westfälischen Gerichtsschreiben noch als verfassungswidrig gescholten wird, deutet der BGH-Beschuß schlimmeres an, in dem quasi gesagt wird, Nichtschulbesuch sei Kindeswohlvernachlässigung und damit Grund zur zwangsweisen Heimunterbringung mit damit verbundenem Sorgerechtsentzug. Ein genaue Studie hierzu wird noch veröffentlicht.
Die vorsintflutliche Schulpflicht in Deutschland
Deutschland gehört im Bereich des Schulwesens zu einer Minderheit schwarzer Schafe. Nein, die Rede ist nicht von PISA! Deutschland ist eines der wenigen Länder auf dieser Welt, in der die Kinder per Gesetz gezwungen werden, staatliche bzw. staatlich genehmigte Schulen zu besuchen, um sich zu bilden. ...
Quelle: http://www.neueimpulse.org/index.php?id=214

Alle deutschen Film-, TV- und Radiosendungen zu Homeschooling

(Fast) alle TV-Beiträge, Radiosendungen und Filme sind jetzt im Internet gesammelt unter http://beta.wixi.com/?room=Netzlerner und können dort nach einfacher Anmeldung gesehen oder heruntergeladen werden. Zusätzliche Sendungen, die nicht für alle zugänglich sind, können dort nach Berechtigung als "Friend" gefunden werden.
 
 

Termine

Im BVNL- Forum gibts das Board Allgemeine Bildungsfreiheit. Es dient dem Erstellen von Beweisanträgen, Erfassen von Pro und Contra-Schulzwangs-Argumenten und der Vorbereitung/Anmeldung zu einer Coaching-Woche für Schulrecht.
Vor einer dringend angeratenen Anmeldung wird eine Registrierung verlangt, um unerwünschte Teilnehmer zu vermeiden.
Forum unter: http://natu3rl1chl3rnen.na.funpic.de/index.php?board=188.0 


VHS-Vortrag mit dem Bildungsforscher Professor Dr. Klaus Klemm
Bonn - Zur Bedeutung der internationalen Schulvergleiche PISA und IGLU spricht der Bildungsforscher Professor Dr. Klaus Klemm am Donnerstag, 6. März, ab 19.30 Uhr im Deutschen Museum Bonn, Ahrstraße 45. Den Vortrag veranstalten VHS Bonn und die Bonner Bildungs-Impulse (BBI).
Professor Klemm ist einer der bekanntesten deutschen Bildungsforscher und hat selbst an zahlreichen internationalen Vergleichsstudien zur schulischen Bildung mitgewirkt. Er war Leiter der Arbeitsgruppe Bildungsforschung/Bildungsplanung an der Universität Duisburg-Essen. Unter anderem ist er Autor des Bandes Lernen ohne Schule - Argumente gegen Verschulung und Verstaatlichung von Bildung 
Jean Liedloff in Deutschland auf Vortragsreise
Infos unter: http://www.unerzogen.de/jean-liedloff/
 
 

Familien und Kinder

Informationsquellen:
Neues Forum des Bundesfamilienministeriums: http://www.kinder-brauchen-werte.de
Sammlung Einheitserziehung: http://www.krippenerlebnisse.de/
Psychoanalytiker zum Krippenausbau: http://www.psychoanalyse-aktuell.de/kinder/krippenausbau.html
Erziehungstrends: http://www.erziehungstrends.de/Krippenoffensive
Kinderrechte: www.kinderrechte-infos.de
Familiennetzwerk: http://www.familie-ist-zukunft.de
Heidelberger Familienbüro: http://www.heidelberger-familienbuero.de
Gute und schlechte Presse:
http://www.welt.de/wams_print/article1684917/Staatsstreich_gegen_Eltern_und_Kinder.html
http://www.merkur.de/index.php?id=26561 von Prof. Dr. P. Kirchhof
Eltern zeigen Finanzminister Steinbrück an: http://kath.net/detail.php?id=19117 und http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/?em_cnt=743879
http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=37900  von Kinderpsychologe und Therapeut W. Bergmann
http://www.welt.de/meinung/article1642156/Die_Politik_schafft_die_Hausfrau_ab.html von D. Siems
Erziehungsrecht: Zum Wohl des Kindes von S. Dietrich 
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc%7EEED81210160BF4732A6D46FC1036D4D0D%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html 
http://www.welt.de/politik/article1711885/Die_Grossfamilie_stirbt_in_Deutschland_aus.html von D. Siems
Neue Studie der Konrad Adenauer Stiftung (KAS)
"Eltern unter Druck"; Veröffentlichung einer 242 Seiten starken Studie, beauftragt vom Familienministerium. Zur vermeintlichen Elternentlastung wirbt dieses nun mit Krippen und Ganztagsbeschulung für alle statt mit Freiheit und Geld. Quelle: http://www.kas.de/wf/de/33.13023/
Eltern geht's in Deutschland schlecht
Quelle: http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Eltern%20Deutschland/323078.html
Hammersendung:
Sendung report in der ARD am 25.02. um 21.45 Uhr
Vergessen und verraten: Die späten Leiden der DDR-Wochenkrippenkinder
Die SED-Machthaber träumten vom neuen, sozialistischen Menschen. Nicht die Familie, sondern die Partei sollte die Erziehung der Kinder bestimmen. Zu diesem Zweck richtete die DDR in den 50er Jahren so genannte Wochenkrippen ein. Vor allem berufstätige Mütter gaben hier ihre Kinder am Montagmorgen ab und holten sie teilweise erst am Samstag wieder ab. Mit schrecklichen Folgen: Kinder aus Wochenkrippen entwickelten sich langsamer, es kam zu Verhaltungsauffälligkeiten. Am schlimmsten: viele der ehemaligen Wochenkrippenkinder leiden bis heute unter dem gestörten Verhältnis zu Mutter und Vater, die sie nur am Sonntag zu Gesicht bekamen. ...
Quelle: http://www.br-online.de/daserste/report/archiv/2008/00453/
Die Familie ist unsere Zukunft“, betonte Söder. Es müssten junge Eltern unterstützt werden, die sich „bewusst dafür entschieden haben, dass ein Elternteil daheim bleibt“. Man werde Kleinkinder auch in den besten Betreuungseinrichtungen in keine professionelleren Hände geben können als die von Mutter und Vater es sind, meint Söder.
Quelle: http://www.mainpost.de/lokales/schweinfurt/Landkreis-Schweinfurt;art763,4358950 
 

Schul(system)versagen

Im inzwischen wohl besten und anerkanntesten Online-Wörterbuch dict.cc (sicher neben LEO) findet sich folgende Übersetzung:

compulsory education = allgemeine Bildungspflicht {f} [außerhalb Deutschlands]
compulsory education = allgemeine Schulpflicht {f}

Der UN-Bildungsbeauftragte Munoz meint in seinem Bericht zum deutschen Bildungssystem mit "compulsory education" die staatlich finanzielle Pflicht für Schulbetriebe, bzw. ein staatliches und angemessenes Bildungsangebot, das für jeden erreichbar sein muss und auch Migranten und Behinderte inkludiert und natürlich die elterliche Bildungsverantwortung für ihre Kinder.

Schulpflicht ist wie die Todesstrafe in Hessen zwar im Landesrecht verankert, aber das Grundgesetz auf Bundesebene sticht und deshalb kann es weder die Todesstrafe noch Schulzwang geben. Wäre aber die Schulpflicht rechtens, so bedeutete sie noch lange nicht staatlich ausgeübten Besuchszwang (Schulzwang für Eltern und ihre Kinder). Und unter der gesetzlichen Interpretation des staatlich ausgeübten Besuchszwangs müßte Zuwiderhandlung analog z.B. zu §218 StGB (Schwangerschaftsabbruch) noch lange nicht strafverfolgt werden.


Mobbing/Bullying im mobbing-web (Anm.: Futter für Beweisanträge)
Quelle: http://www.mobbing-web.de/html/schueler-mobbing_mobbing_in_sc.html
Sozialpädiater sehen akuten Handlungsbedarf
Quelle: http://www.dgspj.de/pdfs/KampagneSchule.pdf
Leiter des Heckscher-Klinikums für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dr. Freisleder, und BLLV-Präsident Wenzel fordern: "Kinder müssen von Versagensängsten befreit werden"
Quelle: http://www.bllv.de/archiv/presse/2008/20080225.shtml
 

Leserechos

1. Hallo von der USA  Ich habe uber die Schwierigkeiten in Deutschland uber Homeschooling gelesen. Furchtbar. Wir habe fur Jahren homeschooling auch gemacht. Ich verstehe auch, dass familien aus Germany fahren. Falls es familien gibt, die nach der USA kommen wollen, bitte sag uns Bescheid und wir konnen helfen. Es gibt viel Platz und gunstiges Leben here in Nebraska. Best Wunsche, Robert B. Oakland, NE
2. Vielen Dank für Ihren Newsletter. Wir sind eine deutsche Familie, die seit 1 Jahr in USA wohnt und glücklich Homeschooling macht.
Leider kann es irgendwann sein, daß wir nach Deutschland zurück müssen und deshalb bin ich jetzt schon am sondieren, wie man einen legalen Weg finden könnte. Ich habe vor kurzem eine Online Universität gefunden, bei der man ein 4 jähriges Studium zum "Bachelor of Arts in Christian Education" machen kann www.whitefieldcollege.org/index.php?pnm=welcome_center/academic_information/degree_programs
Denken Sie, dass es mit so einer Qualifikation möglich sein könnte?
Außerdem machen wir das Problem mit Homeschooling in Deutschland hier bei den diversen Homeschoolgruppen publik, diverse bekannte und auch viele unbekannte Homeschooler stimmen immer fleißig mit bei den Briefen an Frau Merkel.
Vielen Dank für Ihren Einsatz und Gottes Segen, LG aus Atlanta von Maren
3. Lieber Jan and liebe Steffi, jedesmal, wenn ich diese Kurzinfo lese, ist mir zum Weinen zumute. Als ich das erste Mal nach Deutschland kam, dachte ich, ich mache einen Fehler das deutsche System als ärmlich und krank anzusehen. Aber heute nach 25 Jahren sah ich ein, dass ich Recht hatte. Ich wünschte die Zeit zurückdrehen zu können.
Ich sollte gleich begonnen haben, dort (gemeint ist Deutschland; Verfasserin lebt nun in Kanada) für Menschenrechte einzutreten. Aber ich war blind, eine wie Millionen andere, und ich dachte wirklich, die Situation sein nur ein schlimmer Traum dort.
"Aber als ich mich in nur einem Raum verstecken musste, fiel mir eine Sache auf" (Anne Frank)
Ich frage mich, wie viele Anne-Franks es gibt in Deutschland. Heute? Wieviele verstecken sich vor dem Regime? Wie viele von ihnen sind traumatisiert dadurch?
Ich jedenfalls benötige die Einrichtung einer Selbsthilfegruppe, um das erlebte Desaster in Deutschland verarbeiten zu können. Aber da draußen sind eine ganze Menge mehr Familien, als wir hier kennen. ...
Liebe Grüße an Euch alle und danke dafür, so generös zu uns allen zu sein.
(übersetzt aus dem Englischen)
 

Hinweis zu diesen Kurzinformationen

Alle diese Rundmails sind im Internet verfügbar und können somit jederzeit nachgelesen werden:
http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news14.htm 
http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news14.htm (diese Ausgabe)
http://www.homeschooling.de/index.htm?news/news16.htm (nächste Ausgabe)
und so weiter. Die Nummer im Link ist die jeweilige Ausgabe dieser Informationen.
 
 
Impressum

Verantwortlich für den Informationsbrief ist: Schulbildung in Familieninitiative e.V. 
Dipl.-Ing. Jan Edel (Vorstand)
Horringhausen 23
58513 Lüdenscheid

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