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Die Tatsache, dass Gewissensnot mit der Schulbesuchspflicht in einem Leserbrief als "Kasperle-Theater" bezeichnet wird, zeigt, wie wenig heutzutage das Gewissen als verbindliche Richtschnur unseres Handelns erkannt wird. Haben vor 60 Jahren die Verweigerer des Kriegsdienstes und des Hitlergrußes, die für ihr Verhalten mit Gefängnis oder Tod bestraft wurden, ein "Kasperle-Theater" veranstaltet oder hatten sie eine wahre innere Gewissensnot? Häuslicher Unterricht entspringt der tiefen Überzeugung, dass Eltern vor ihrem Gewissen und vor Gott für die Erziehung der Kinder verantwortlich sind. Vordergründig ist dabei ihre Herzens- und Gewissensbildung sowie das Erlernen ethischer und moralischer Werte, für das ihnen Gottes Wort (Bibel) eindeutige Maßstäbe aufzeigt. Diese Erziehung wird in der öffentlichen Schule durch Gruppenzwängen, Einfluss der Medien und Moden unterlaufen. Die Zeitungen zeigen uns täglich die Folgen des schulischen Wertevakuums (offiziell "Werteneutralität"): Zunahme von Drogen, Alkohol, Rauchen, Gewalt und Abtreibungen auf Grund von moralischer Orientierungslosigkeit. Die Schuld ist jedoch nicht bei den Schülern oder Lehrern zu suchen. Kinder brauchen gute Vorbilder. Wir Erwachsenen werden immer das ernten, was wir in unseren Kindern säen. |