| Das Wort Homeschooling kommt aus dem Amerikanischen, wo dieser Begriff
eine bereits 25-jährige Karriere hinter sich hat. Die damit bezeichnete
Form der Bildung ist allerdings die älteste der Menschheit:
Eltern übernehmen die volle Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder
in der Familie. In der Regel sind es dabei die Eltern selbst, die ihre Kinder beim Lernen
betreuen. Gelegentlich finden sich auch mehrere gleichgesinnte Eltern,
die nahe zusammenwohnen und eine Art Schulklasse mit mehreren Schülern
bilden. Dafür kann dann, je nach personellen und finanziellen Möglichkeiten,
eine oder mehrere Personen speziell für den Unterricht freigestellt
werden. Es stehen neben den für die Kinder vertrauten Räumen
zu Hause oft auch ein Garten oder größere Landschaftsbereiche
vor der Haustür zur Verfügung. Manche Eltern organisieren sich
untereinander oder innerhalb einer Glaubensgemeinschaft und können
sogar ausgebildete Lehrer anstellen. Das Informationsblatt unseres Vereins Schulbildung in Familieninitiative e.V. fasst alles wichtige kurz zusammen: Was bedeutet Homeschooling ? Was ist Hausschule in Deutschland? (Eine Einführung vom christlichen Heimschulwerk Philadelphia) Während Homeschooling in Deutschland mit ca. 500 praktizierenden Familien wohl wegen der staatlichen Ablehnung bislang eine Nischen-Existenz hat, ist Homeschooling in vielen Ländern eine Bewegung mit wachsender Popularität, unabhängig von Herkunft, sozialer Schicht und politischer oder religiöser Überzeugung der Eltern. Z.B. in den USA wird die Zahl der Kinder, die zu Hause lernen, aktuell auf 2 bis 3 Millionen geschätzt. Die jährliche Zuwachsrate liegt dort bei rund 15 bis 20 Prozent. In England sind es an die 100.000 Kinder, die zu Hause lernen dürfen und das auch tun. Durch das Fernschulmaterial der deutschen fernschule e.V. in Wetzlar oder das des ILS in Hamburg gibt es bereits auch für deutsche Schulkinder staatlich anerkanntes Homeschooling, unverständlicherweise allerdings nur, sofern es im Ausland stattfindet. Die dort erbrachten überdurchschnittlichen Ergebnisse bezüglich Leistung und sozialer Kompetenzen (Soft Skills) könnten wahrscheinlich durch die zusätzlichen deutschsprachigen natürlichen Bildungsmöglichkeiten im Inland noch weiter verbessert werden. |
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Im englischsprachigen Raum (England, Kanada, Irland, Schottland, USA,
Australien, Neuseeland etc.) sind verschiedene Begriffe im Umlauf, u.a.
Der Begriff im Online-Wörterbuch
Wikipedia (engl.) |
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Eine adäquate Übertragung des internationalen Begriffs "Homeschooling" ist Selbststudium im Schulalter. Mit Homeschooling wird ausgedrückt, dass Lernende im Schulalter, ob mit oder ohne Unterricht, teilweise oder völlig ohne Schulinstitutionen auskommen. Weniger liegt der Fokus auf "Home", was im Deutschen mehr mit "Zuhause" oder schlimmer mit "Heim", statt mit "Selbst-" oder "Auto-" übersetzt wird. Auch der Wortteil "schooling" sollte nicht 1:1 in das Deutsche übertragen werden, schon gar nicht mit "Schule". Schule wird traditionell in Deutschland immer als Institution verstanden und ist damit genau das, was Homeschooling nicht meint. "schooling" ist denn auch mehr Ausdruck des Sich-Bildens. Kurzum: Solange es im Deutschen keinen prägnanten Begriff gibt, der alle Formen der institutionsfreien Bildung im Schulalter abdeckt, verwenden wir solange den international gebräuchlichen Begriff "homeschooling". Der Begriff im Online-Wörterbuch Wikipedia (deutscher Eintrag) In Deutschland gibt es Initiativen und Begriffe wie
Entstaatlichung des Bildungssystems
Schulbildung in Familieninitiative
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