DER WAHRHEIT DIE EHRE! DER GRÖßTE FEIND DER TRADITIONELLEN FAMILIE IST DER STAAT.

"Und niemand regt sich mehr darüber auf, dass derzeit nur 38 % der Frauen und 30 % der Männer die Ehe als Voraussetzung für das Zusammenleben ansehen", so Fthenakis, Direktor des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München. Auf der Suche nach Lösungen bleibt "man" (Argumentation der Allgemeinheit!) in üblichen "materiellen Fragestellungen" (Lebensbedingungen, Armut, Infrastruktur...) hängen.

Dass die traditionelle (traditionell bedeutet nicht immer verstaubt!) Familie successive an "Wert" verliert, ist mittlerweile alltägliches Gedankengut. Somit befindet sich die Familie in Auflösung, die Prozentzahlen beweisen es. Von Stabilisierung kann mittlerweile keine Rede mehr sein; kann eine solche oder mehr noch, ein Wiedererstarken überhaupt noch eintreten?

Wie allgemein in diesem Lande üblich, kommt auch in dieser Diskussion speziell um die Gründe für den Niedergang der Familie die alles dominierende Kerninstitution dieser gegenwärtigen Gesellschaft, nämlich das staatliche "steuerfinanzierte Pflichtschulsystem", das sich durch das staatliche Schulmonopol mit seinen umfassenden Wirkungsgefüge manifestiert, nicht zur Sprache. Das hat damit zu tun, dass alle sog. Fachleute, die sich öffentlich mit diesem Themenkreis beschäftigen, in irgendeiner Weise mit diesem System liiert sind.

Diese Institution manipuliert als totalitäres Relikt der Vergangenheit ("Das steuerfinanzierte Pflichtschulsystem ist das komplette Modell eines totalitären Staates", Isabel Paterson, amerikanische Juristin im Jahre 1943; in Deutschland herrschte noch tiefste Diktatur!) die Menschen zur angepassten Verfügungsklientel, indem die zwangsmässige Einordnung in eine Gewaltstruktur vollzogen wird. Diese Einverleibung bewirkt parallel zur Unterwerfung (Staats-Schule muss sein!) und Prinzipienlosigkeit (Ehe-Scheidungen als gewöhnlicher Date) den Wert/Unwert der Beliebigkeit, indem man reinen Gewissens evtl. vorhandene Kinder dem Staat problemlos zur Versorgung (kompetente "Versorgungs"macht) übergeben kann. Realiter und seIbst im Unterbewusstsein ist klar, dass dieser Staat die Macht sowieso bereits über jene (Kinder) inne hat, sodaß sich die Frage der vertieften Verantwortung über die Bedeutung der Ehe- und Familien-Verpflichtung nicht mehr stellt. Man muss sogar davon ausgehen, dass die ansteigende Prinzipienlosigkeit im und die "spielerische Gelassenheit" des Umgangs mit dieser, die Grundlage des menschlichen Lebens betreffenden Thematik, ein Ergebnis der Zwangserziehung und -bevormundung durch eine staatsorganisierte, hierarchisierte Schule ist. Die permanente Anpassung des sich entfaltenden und entwickelnden jungen Menschen an latent ausgeübte Gewalt (Pflicht-Sozialisation, Bewertung, Be'urteil'ung, Selektion, Bevormundung, Freiheitsentzug...) entlädt sich in einer annähernd freien Gesellschaft (wenn die Kontrolle durch sogenannte moralische Instanzen, wie ehedem vor allem die Kirchen, entfällt) nach überstandener Tortur in den oben genannten Verhaltensweisen, die durch weitere zu ergänzen sind wie alltägliche Gewalt auf allen Ebenen, Missgunst, Neid, Lieblosigkeit, Mobbing, Kriminalität usw.

Mit Sicherheit kann man davon ausgehen, dass der Rückgang des Wunsches, Kinder zu bekommen, weniger mit der unbedingten Erhaltung des materiellen Wohlstandes sondern damit zu tun hat, dass man die in der Kindheit und Jugendzeit erfahrene negative Lebens-Prägung (Kind/Schüler bedeutet Untertan!) nicht mehr auf eine nachfolgende Generation übertragen will! Dies ist ein Prozess, der in den tieferen inneren Schichten wirkt und deshalb nicht als Ursache erkannt wird.    

Vielleicht ist das gegenwärtig bestimmende Schul- und Bildungswesen selbst der Auslöser für die explosionshafte Zunahme nichttraditionell menschlicher Verhaltensweisen und Beziehungen, indem es selbst die gegenseitigen ideellen, moralischen, materiellen, aber auch außer'plan'mäßigen und außergewöhnlichen oder selbst kriminellen (Drogen) Abhängigkeiten durch die Erzwingung von Gleichaltrigenmechanismen (Zwangssozialisation) hervorbringt und produziert.

Ich stelle nochmals zum Thema fest: Das gegenwärtige Bildungs- und Ausbildungssystem unterläuft in seiner Geartetheit als Monopol das Aufblühen von Ehe und Familie als Freiheits- und als von Gott (was nicht gegen Homo-Ehen -jeder soll nach seiner Facon glücklich werden-, sondern für die traditionelle Ehe spricht) gegebene Lebensgemeinschaft. Eindeutig ist, daß unter den Bedingungen der bereits über etliche Generationen sich vollziehenden Reproduktion dieses Systems (steuerfinanziertes Pflichtschulsystem plus staatliches Schulmonopol!) der Erosionsprozeß der Kerneinheit "Ehe und Familie" fortschreitet und die Kirche, ob nun katholisch oder evangelisch, durch die Liierung mit dem oben genannten staatlichen Schulmonopol an diesem Prozeß wesentlichen Anteil hat.

Excurs: Wie bereits erläutert, ist dieses System die Ursache für eine Vielzahl von den Menschen und die Gesellschaft zutiefst berührenden negativen Zuständen. Als "einzigartiges, unumschränktes" und von den politischen Parteien gestütztes Monopol, das tief in die menschliche Sphäre (Kinder, Jugendliche und Eltern) eingreift, entzieht es sich einer eingehenden Analyse. Durch das gesetzlich verbriefte Recht, als Monopolorganisation Lebensperspektiven verteilen zu können, unterläuft es die individuellen Menschenrechte, die Menschenwürde und die Elternrechte. Dies bedeutet, dass die Schule, nicht die Eltern, das "So-Sein" prägt, formt und bestimmt. Bekannt ist aber zumindest seit dem Zusammenbruch des Staatssozialismus in den osteuropäischen Staaten, dass planwirtschaftliche organisierte Systeme jedweder Art (das staatliche Schulmonopol ist ein solches) freiheitsfeindlich, lebensfeindlich, individuumschädigend und im höch-sten Masse unsozial sind. Wieso sollten dann die durch dieses System geprägten Menschen anders sein?               

Wir sind nun aber im Übergang zu neuen Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens; wir lassen successive los von Mustern, die von undemokratischen Inhalten geprägt sind. Das ist ein enormes Positivum! Möglich ist, daß im Rahmen des umfassenden Neuorientierungsprozesses aus der bisherigen traditionellen, kirchlich geprägten Veranstaltung Ehe (moralisch-soziale Kontrolle!) eine "Neugeburt" von Ehe und Familie entsteht, die sich dergestalt darstellt, daß Menschen in Zukunft aus ihrem Freiheitsbewußtsein und in absoluter Freiwilligkeit fundierte und tragfähige "Lebens-Bindungen" eingehen, wobei Religion/Spiritualität, aber nicht mehr die herkömmliche Kirche (!), einen bedeutenden Beitrag leisten kann und wird!      

Wer nun ernsthaft an einem Fortbestehen und einer Renaissance von Ehe und Familie interessiert ist, kann nicht umhin, als Lösungsweg die Abkehr vom steuerfinanzierten Pflichtschulsystem zu vollziehen und die Abkoppelung vom staatlichen Schulsystem zu akzeptieren (was genau denjenigen schwer fallen wird, die permanent für den Schutz von Ehe und Familie plädieren). Im Klartext heißt dies, ein eigenes, privates, den Menschenrechten und der Menschenwürde gemässes, entstaatlichtes, freies Schul- und Bildungswesen zu etablieren.

 

 Copyright 2000 by Bernhard Bartmann